Chronik

Die "Burghexe" und ihr Faible für das Mittelalter

Das Burgfest Kaprun feiert seine 30. Auflage. Misha Hollaus war jedes Mal mit dabei. Heuer gilt es für sie sogar, einen Drachen zu bändigen.

Misha Hollaus in ihrer Lieblingsrolle als freundliche Burghexe, zu sehen wieder beim Burgfest 2018. SN/sw/burgverein
Misha Hollaus in ihrer Lieblingsrolle als freundliche Burghexe, zu sehen wieder beim Burgfest 2018.

Seit Beginn der 2000er-Jahre ist Misha Hollaus Geschäftsführerin für die Burg Kaprun, aber beim Burgfest ist sie schon länger, nämlich seit der Premiere im Jahr 1986, mit dabei. "Damals noch nicht in offizieller Mission, ich habe einen kleinen Verkaufsstand betreut", erzählt Hollaus.

Für das Mittelalter hatte sie schon immer ein Faible, beim Burgfest schlüpfte Hollaus bald in ihre Lieblingsrolle als Hexe. "Da habe ich mich von der Hexe beim Mittelalterfest im bayerischen Kaltenberg inspirieren lassen. Allerdings habe ich die Rolle etwas abgewandelt und bin immer als ganz liebe und kinderfreundliche Hexe unterwegs", erzählt sie. Was für sie also stets schon ein wichtiger Punkt im Privatleben und im Hobbybereich war, wurde dann Anfang der 2000er-Jahre als Geschäftsführerin der Burg auch zum Mittelpunkt ihres Berufslebens.

Das Burgfest hat sich von 1986 bis zur heurigen 30. Auflage (es gab eine zweimalige Unterbrechung) zu einem der beliebtesten Mittelalterfeste Österreichs und zu einer der größten Veranstaltungen im Pinzgau entwickelt. Was braucht es, damit eine Veranstaltung so einen erfolgreichen Weg gehen kann? Dazu Hollaus: "Es ist ein langer Atem, Mut, Kraft, Engagement und viel Herzblut notwendig, um so ein Burgfest über so einen langen Zeitraum auf die Füße zu stellen, und vor allem auch ein gutes Team, denn allein kann man nichts bewegen", so die Geschäftsführerin und sie erklärt weiter: "Besucher und Mitwirkende haben uns über die Zeit hinweg mit ihrer Wertschätzung viel Kraft gegeben weiterzumachen."

Denn die Organisation wird mit den Jahren nicht einfacher: "Die Auflagen werden immer mehr, gerade die finanztechnischen Auflagen machen so ein Fest fast kaputt", beklagt die Kaprunerin. Aber nichtsdestotrotz wird das heurige Fest noch spektakulärer als in den Vorjahren. Neben den Publikumsmagneten wie dem Freikampf-Vollkontaktturnier zue Caprun, dem riesigen Marktspectaculum und dem Konzert der Irish Speed Rock Band "Paddy Murphy" und vielem Weiteren mehr wird heuer auch ein sieben Meter lange Drache in seinem Drachenhorst auf der südlichen Burgbastei hausen. "Er ist ganz lieb, wenn er gefüttert und gestreichelt wird, ansonsten aber kann er zur Feuer speienden Bestie werden", erklärt sie. Das stellt der Drache auch beim Spectaculum im Burghof unter Beweis. Alles Nähere zum heurigen 30. Burgfest, das von morgen, Freitag, bis Sonntag stattfindet, gibt es auch im Internet unter: www.burg-kaprun.at

PINZGAU-NEWSLETTER

Jetzt kostenlos anmelden und wöchentlich topaktuelle Informationen aus Ihrer Region kompakt per E-Mail erhalten.

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 07.12.2021 um 03:46 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/die-burghexe-und-ihr-faible-fuer-das-mittelalter-36673837

Rechnungshof prüfte das Tauernklinikum

Rechnungshof prüfte das Tauernklinikum

Der Landesrechnungshof hat für die Jahre 2016 bis 2018 die Gesundheitsbeteiligungen der Stadt Zell am See geprüft, deren bekannteste das Tauernklinikum ist. Die Prüfer haben mehrere Kritikpunkte. Die Stadt …

Schlagzeilen