Chronik

Die drei häufigsten Ausreden der "Schwammerl-Sünder" in Salzburg

Schwammerl-Sucher aufgepasst: Wer mehr als zwei Kilogramm am Tag sammelt, wird nicht nur angezeigt, sondern muss mit einer Geldstrafe von bis zu 14.000 Euro rechnen. Viele "Schwammerl-Sünder" versuchen dem mit kreativen Ausreden zu entgehen.

Landesrätin Maria Hutter mit Alexander Leitner (rechts), Leiter der Berg- und Naturwacht, sowie Heinz Thomasser (links). SN/land salzburg/thomasser
Landesrätin Maria Hutter mit Alexander Leitner (rechts), Leiter der Berg- und Naturwacht, sowie Heinz Thomasser (links).

Da Pilze wichtig für das Ökosystem sind, gibt es beim Sammeln strenge Regeln.

Ob Tourist oder Einheimischer, pro Tag dürfen maximal zwei Kilo gesammelt werden. Wer größere Mengen sammeln oder diese verkaufen möchte, braucht eine Genehmigung des Grundeigentümers und der Naturschutzbehörde.

500 Ehrenamtliche der Berg- und Naturwacht kontrollieren die Ausbeute der Schwammerl-Sucher. Finden sie dabei mehr Pilze als erlaubt, droht eine Anzeige und bis zu 14.000 Euro Strafe.

Auf frischer Tat ertappt, lassen "Schwammerl-Sünder" sich häufig kreative und weniger kreative Ausreden einfallen. "Da gibt es fast keine Ausrede, die es nicht gibt", sagt Alexander Leitner, Leiter der Berg- und Naturwacht. Die Klassiker seien: "Das habe ich nicht gewusst", "Ich bin mit dem Waldbesitzer verwandt", und "Meine Frau ist noch weiter oben". Keine der drei, sowie alle anderen, ließe er und sein Team gelten.

"Pilze sind eine wichtige Nahrungsquelle für Tiere. Außerdem bilden sie mit den Bäumen des Waldes eine Lebensgemeinschaft und sind deshalb lebensnotwendig für viele Baumarten", sagt Landesrätin Maria Hutter (ÖVP).

Neben den rechtlichen Konsequenzen für übereifrige Schwammerlsucher werden alle ihre gesammelten Pilze beschlagnahmt und an Krankenhäuser, Seniorenheime oder Kasernen übergeben. "Patienten, Bewohner und Soldaten freuen sich dann über ein Schwammerlgulasch", sagt Leitner.

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