Die Emotionalisierung hilft den Pferden nicht

Es braucht keine Glaubenskriege, sondern konstruktive Lösungen und Dialog.

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Standpunkt Hermann Fröschl

Die Hitze ist, entschuldigen Sie den Ausdruck, ein Wahnsinn. Stadt und Land beginnen langsam ihr Gesicht zu verändern. Immer mehr braune Flecken machen sich in Salzburgs sattem Grün breit. Und in der Stadt flüchten die Menschenmassen in den Schatten, in die Gebäude. Der Residenzbrunnen spuckt kein Wasser mehr, die Kapitelschwemme ist gespenstisch leer.

Der Beton und die Enge heizen die Luft besonders auf. Darunter leiden nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere. Die Belastung, der die Fiakerpferde aktuell ausgesetzt sind, ist sicher grenzwertig. Für ihr Wohl muss alles getan werden, da darf es keinen Zweifel geben. Doch die Art und Weise, wie die Tierschützer jetzt auf die Fiaker losgehen, ist kontraproduktiv. Demonstrieren, statt konstruktive Gespräche zu führen, das hilft ihrer Sache nicht. Und vor allem nicht den Pferden. Der Vorschlag des Amtstierarztes, bei Hitze die Pause bis 16 Uhr zu verlängern, ist ein solch konstruktiver Vorschlag. Wie andere entlastende Maßnahmen sollte er diskutiert werden. Daran müssen auch die Fiaker ein Interesse haben. Bevor die Emotionen überschwappen.

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