Chronik

Die Exfreundin vergewaltigt, bedroht und gestalkt? - Salzburger Gericht lässt weiteres Gutachten einholen

Erneut vertagt wurde Freitag ein im Dezember gestarteter Schöffenprozess gegen einen in Salzburg lebenden Türken (56), der seine Ex-Lebensgefährtin mehrfach vergewaltigt, geschlagen, genötigt, bedroht sowie gestalkt haben soll. Zu den inkriminierten Misshandlungen und Sexattacken soll es ab Herbst 2019 gekommen sein; laut einem Gutachten soll die Frau durch die mutmaßlichen Übergriffe eine posttraumatische Belastungsstörung im Sinne einer schweren Körperverletzung erlitten haben.

Symbolbild.  SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Zum Prozessauftakt hatte der mehrmals vorbestrafte Angeklagte (Verteidiger: RA Leopold Hirsch) die massiven Vorwürfe zurückgewiesen. Er habe mit der Ex-Freundin heftig gestritten, sie beschimpft, angerempelt und womöglich bedroht: "Geschlagen oder vergewaltigt habe ich sie nie. Das mit dem Sex war freiwillig." Anwalt Hirsch ortet hinter den Belastungen seines Mandanten durch die Ex-Freundin "eine massive Kränkung". Diese habe dem Angeklagten mehrfach angekündigt, sie werde ihn vernichten, wenn er sie verlassen sollte, so Hirsch: "Im Frühjahr 2021 hat mein Mandant dann seine bereits frühere Ehefrau wieder geheiratet; da wurden die Vorwürfe des vermeintlichen Opfers gegen ihn plötzlich immer massiver."

Am Freitag hörte das Gericht mehrere Zeugen, ehe Martina Kocher, die Vorsitzende Richterin, die Verhandlung erneut vertagte. Sie lässt nun ein ergänzendes Gutachten eines neuen Sachverständigen einholen zur Frage, ob bei der Exfreundin tatsächlich eine - durch die inkriminierten Übergriffe ausgelöste - posttraumatische Belastungsstörung vorliegt.

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