Chronik

"Die Freiheit fühlt sich gut an"

63 Jahre - und ein nächster Schritt. Einer, der es in sich hat. Bründl trennt sich von Intersport, mutiert zu Bründl Sports und geht eigene Wege. Euphorisch begleitet wird das auch von den Mitarbeitern.

Er wäre stolz auf "seini Buam". Auf Christoph und Bernhard. Doch diesen nächsten Schritt durfte er nicht mehr miterleben. Hans Bründl, der die Firma vor 63 Jahren gründete, verstarb im Februar 93-jährig.

Firmenchef Christoph Bründl: "Nach fast fünf Jahrzehnten haben wir uns von Intersport getrennt." Das Korsett war zu eng geworden. Das Kapruner Unternehmen steht nun gänzlich auf eigenen Füßen. 42 Mill. Euro wurden in den letzten zehn Jahren investiert. 23 Mill. Euro folgen in den kommenden drei. Allein das "Branding", also die Umstellung auf die neue Marke "Bründl Sports", kostete eine Mill. Euro. Das Stammhaus in Kaprun wird bis Dezember 2021 maßgeblich erweitert. Es umfasst dann 2500 Quadratmeter Verkaufsfläche, eine Tiefgarage, eine Roof-Top-Bar samt gläsernem Steg. Er ragt zehn Meter über die Kapruner Ache. Bis März 2020 entsteht als neue Firmenzentrale ein modernes Verwaltungs-Servicecenter. Mit 280 Mitarbeitern in der Zentrale Kaprun ist Bründl einer der größten Arbeitgeber im Bezirk.

Im gesamten Netzwerk der 30 Niederlassungen sind 550 Mitarbeiter beschäftigt. Präsent ist Bründl mit zuletzt 70 Mill. Euro Umsatz an neun Standorten. 30 Shops umfasst das Imperium: Kaprun (7), Zell am See (5), Saalbach (5), Saalfelden (1), Salzburg (1), Ischgl (3), Mayrhofen (4), Fügen (2) und Schladming (2). In der Bründl Akademie werden die Mitarbeiter geschult, motiviert, gibt es spezielle Ausbildungs- und Fitnessprogramme. "Sie sind unser wichtigstes Kapital," lässt Christoph Bründl keinen Zweifel über Wertigkeiten aufkommen.

Das neue Firmenlogo basiert auf der ganz persönlichen Handschrift von Christoph Bründl. Der "Spirit" des Unternehmens speise sich aus der Begeisterung aller Mitarbeiter. Maximale Flexibilität bei den Arbeitszeiten, die Einbindung in Entscheidungsprozesse wären wichtig. "Es muss für Junge einfach der große Reiz sein, bei uns im Team zu arbeiten", sagt Herbert Neumayer, der für Personal und Dienstleistungen zuständig ist.

13.000 Schuhe und 15.000 Ski umfasst der Verleihbereich - kein anderer habe in den österreichischen Alpen mehr zu bieten.

In weiterer Vorbereitung sei nichts Geringeres als - die Revolution. Bründl: "Wir werden den Verleihprozess neu denken. Der Ski kommt in Zukunft zum Gast."

Das könnte so ausschauen: Nach der Ankunft im Hotel wird fünf Minuten lang Maß genommen. Am nächsten Tag stehe die Ausrüstung dann im Depot der Talstation.

Die digitale Herausforderung nehme man in vollem Maß an. "140.000 Kunden rüsten wir pro Jahr aus. Ein Viertel buchen online. Da bleiben wir dran", so Christoph Bründl.

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