Chronik

Die Himmelsscheibe darf noch länger strahlen

Die Ausstellung "Die Himmelsscheibe von Nebra - Aus der Tiefe geboren" lockt zahlreiche Besucher in das Keltenmuseum in Hallein. Deshalb wird sie nun bis zum 16. September verlängert.

Himmelsscheibe SN/landesamt für denkmalpflege und archäologie sachsen-anhalt
Himmelsscheibe

So bietet sich weiterhin die Gelegenheit, das weltberühmte, 1999 in Sachsen-Anhalt gefundene astronomische Instrument aus der Nähe zu bestaunen. Zusätzliche Sonderführungen laden in die geheimnisvolle Welt der Bronzezeit ein.
Das Interesse an der Kopie, die in einer Sonderausstellung im Keltenmuseum Hallein gezeigt wird, ist groß. Nur selten bestehe die Möglichkeit, einem solchen archäologischen Fund von Weltrang so nahe zu kommen und die Hintergründe seiner Entstehung und Geschichte auf so eindrückliche Weise erleben zu dürfen, heißt es aus dem Museum. Deshalb haben die Ausstellungsmacher alle Hebel in Bewegung gesetzt, den Sensationsfund und die einzigartigen Objekte aus den Kupferbergwerken von Bischofshofen weiterhin zu präsentieren.
Die zahlreichen Veranstaltungen wie Vorträge, Sonderführungen und Workshops zur Ausstellung stießen auf großes Interesse. Auch in der Verlängerung soll es zusätzliche Führungen geben, die auf der Homepage des Museums unter www.keltenmuseum.at angekündigt werden.
Der Salzburg-Bezug der Kupferscheibe dürfte das Interesse in der Region geweckt haben. Naturwissenschaftliche Analysen belegen, dass der Rohstoff, aus dem sie hergestellt ist, aus den bronzezeitlichen Kupferbergwerken im Mitterberger Gebiet um Bischofshofen stammt. Die Ausstellung zeigt nun rund einen Monat länger die weltweit einzigartigen Werkzeuge und Geräte, mit denen vor 3500 Jahren das Erz in den Stollen gebrochen wurde. Aus dem daraus verhütteten Kupfer wurden Bronzegegenstände in ganz Europa hergestellt. Sie zeigen, dass Salzburg schon vor Jahrtausenden ein Zentrum Europas war.

Quelle: SN

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