Chronik

Die Nahversorgung in St. Margarethen ist gesichert

Seit über 30 Jahren führt Gudrun Oberkofler ihr Kaufhaus in St. Margarethen. Im Frühsommer wird der Betrieb von Pächterin Petra Rossmann übernommen. Die Unimarkt-Gruppe investiert dazu kräftig.

Erst bei der Bürgerversammlung Anfang November verkündete Bürgermeister Hans Lüftenegger (ÖVP) den Fortbestand des Kaufhauses im Ort. Nach finalen Gesprächen wird Petra Rossmann die Nahversorgung ab dem Frühsommer sicherstellen. "Seit meiner Lehrzeit ist ein eigenes Geschäft mein Lebenstraum. Ich habe heuer im Sommer mitbekommen, dass eine Nachfolge gesucht wird", sagt die 42-Jährige.

Vor allem der Gemeinde fällt ein Stein vom Herzen, seit mehreren Jahren wurde händeringend eine Nachfolge für Langzeit-Krämerin Gudrun Oberkofler gesucht: "Wir haben viele Gespräche geführt, daraus ergab sich jedoch lange Zeit keine finale Lösung. Als Gemeinde wurde uns schon klar, dass es eine Wirtschaftsförderung in Form der Übernahme der Mietkosten braucht", sagt der Ortschef.

Nach intensiven Gesprächen mit dem Bürgermeister nutzte die Unternehmerin im Hintergrund ihr Netzwerk für mögliche Geschäftspartner. In Zusammenarbeit mit der Unimarkt-Gruppe soll bis zum Frühsommer ein neuer Nah-&-Frisch-Markt entstehen. In den Ladenbau investiert die Unimarkt-Gruppe kräftig: "Unser neuer, moderner Standort soll dann als Modell für andere Regionen dienen", sagt die St. Michaelerin mit St. Margarethener Wurzeln.

Knapp 200 Quadratmeter umfasst die Verkaufsfläche. Das Lager hat 70 m22. Gleich im Eingangsbereich wird eine Café-Lounge entstehen. Geplant ist ein preiswertes Vollsortiment von Frischfleisch und frischem Brot bis hin zu Kosmetikartikeln. Der neue Name lautet "Nah & Frisch Rossmann": "Ich möchte auch einen regionalen Schwerpunkt setzen. St. Margarethen liegt mir am Herzen. Durch Bürgermeister und Gemeinde sowie durch die Unimarkt-Gruppe habe ich starke Partner und einen starken Rückhalt. Ich möchte einfach einen kleinen, feinen Krämerladen - umgemünzt auf die heutige Zeit - erhalten und, so gut es geht, auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen", sagt Rossmann.

Das Einzugsgebiet umfasst die umliegenden Gemeinden, den Tourismus und das "multiaugustinum". Geplant sind durchgehende Öffnungszeiten mit Snacks in der Mittagszeit. Samstags soll das Kaufhaus auch am Nachmittag geöffnet sein, in der Hauptsaison zusätzlich an Sonn- und Feiertagen. "Das Geschäft soll ein Treffpunkt der Gemütlichkeit werden. Unser Landleben soll dort einkehren und vielleicht auch für ein bisschen Entschleunigung sorgen. Die Werte Persönlichkeit und Wertschätzung stehen im Vordergrund."

Bgm. Hans Lüftenegger: "Wir wollen eine langfristige Lösung. Der Vertrag läuft auf die nächsten zehn Jahre. Wir freuen uns, dass die Nahversorgung bei uns im Ort weitergeht. Wir wünschen Petra Rossmann alles Gute. Gleichzeitig bedanken wir uns schon jetzt bei Gudrun Oberkofler für ihren jahrzehntelangen Einsatz." Eröffnet werden soll im Frühsommer. Von Ostermontag bis dahin wird das Geschäft aufgrund der Umbauarbeiten für rund zwei Monate geschlossen sein. "Wir sind noch auf der Suche nach vier Voll- bzw. Teilzeitkräften", sagt Petra Rossmann abschließend.

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