Chronik

Die "Nummer 1" vom Gaisberg ist zurück in Salzburg

Einst ratterte sie den Salzburger Hausberg auf und ab, nun hat die letzte Gaisberglok im Freilichtmuseum ein neues Zuhause gefunden.

Aufgeregt betrachtet Direktor Michael Becker Mittwochfrüh die 17 Tonnen schwere Fracht, die vor wenigen Augenblicken im Salzburger Freilichtmuseum eingetroffen ist. Ein Autokran hebt das in weiße Folie eingeschweißte Schwergewicht auf die Gleise vor einem Lokschuppen. Die Mitarbeiter des Museums klatschen begeistert. Die einzig noch erhaltene Lokomotive der Gaisbergbahn ist nach 88 Jahren zurück in Salzburg. "Endlich", sagt Becker lachend. Dann nimmt sich der Museumsdirektor ein Messer und schneidet vorsichtig die Folie auf. Nach und nach kommt die historische Dampflok zum Vorschein. Eine goldene "1" prangt neben dem Führerhaus, eine Plakette gibt das Baujahr 1886 an. "Die ,Nummer 1' fuhr von 1887 bis zur Einstellung der Gaisbergbahn 1928 den Berg auf und ab", sagt Becker.

Die "Nummer 1" zeigte sich bei ihrer Ankunft in Salzburg am Mittwoch trotz ihres Alters in bestem Zustand. Ein Restaurator brachte das Gefährt in der vergangenen Woche auf Hochglanz. Die Lok ist fahrtüchtig, darf jedoch nicht mehr über die Gleise rattern. Im Freilichtmuseum wird die "Nummer 1" in einem Lokschuppen ein neues Zuhause bekommen. Am 19. Mai wird ein Original-Personenwaggon der Gaisbergbahn aus einem Depot in Wien-Floridsdorf angeliefert.

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