Chronik

Die Salzburger Feuerwehr einmal "hautnah" erleben

Am Samstag lädt die Berufsfeuerwehr zu einem Tag der offenen Tür nach Maxglan. Dabei zeigen die Profis sieben Stunden lang ihr Können.

Branddirektor Reinhold Ortler und HBM Peter Wörndl (r.) mit den neuen Booten. SN/Robert Ratzer
Branddirektor Reinhold Ortler und HBM Peter Wörndl (r.) mit den neuen Booten.

"Wir gehen für Sie durchs Feuer", lautet der Leitspruch bei der Salzburger Berufsfeuerwehr. Die 129 Einsatzkräfte - allesamt Männer - sind im Notfall auch auf dem Wasser unterwegs. Sei es nach lebensgefährlichen Mutproben junger Menschen bei Sprüngen von der Lehener Brücke und vom Pioniersteg, verbotenen Fahrten mit dem Schlauchboot oder bei Personen- und Tierbergungen aus der Salzach - die Berufsfeuerwehrmänner sind auch für solche Rettungen gut trainiert.

"Wir haben heuer im Sommer vier neue Einsatzboote für die Salzach bekommen. Es sind bruchsichere, praktisch unzerstörbare Boote, in denen je zehn Personen Platz finden", sagte Kommandant und Branddirektor Reinhold Ortler. Diese Boote sind am kommenden Samstag bei einem Tag der offenen Tür am Areal der Feuerwehrzentrale in Maxglan ebenso zu sehen wie zahlreiche Oldtimer-Fahrzeuge.

Spektakulär gestalten sich im Programmverlauf zwischen 10 und 17 Uhr jedoch verschiedene Demonstrationen: Was passiert bei einer Fettexplosion? Wie wird ein Zimmerbrand gelöscht? Wie kann die Feuerwehr bei einem schweren Autounfall helfen? Abgerundet werden diese Präsentationen mit Schauübungen, wie einer Taubergung mit dem Hubschrauber und einer Leistungsschau der Jugendfeuerwehr. Für Speis und Trank steht unter anderem eine in Feuerwehrrot lackierte, mit Holz befeuerte Gulaschkanone zur Verfügung. Schnitzel, Würstel, Leberkäse, Kuchen, Kaffee und Getränke werden von der Sport- und Kulturvereinigung der Feuerwehr bereitgestellt.

Wie anspruchsvoll der Beruf bei der städtischen Feuerwehr ist, zeigen die Einsatzzahlen. 3810 Einsätze waren 2018 - im Schnitt fast elf pro Tag - zu bewältigen. In 1296 Fällen waren Brände zu bekämpfen. Ab Jänner 2020 werden zehn neue Berufsfeuerwehrmänner aufgenommen. Sie haben im Sommer die Auswahlverfahren bestanden. Zwei Frauen, die sich ebenfalls beworben hatten, konnten die Kriterien nicht erfüllen.

Landesweiter Zivilschutzalarm

Wenn am Samstag zwischen 12.00 und 12. 45 Uhr im Land minutenlang die Sirenen heulen, bedeutet dies Zivilschutz-Probealarm. Dieser wird jedes Jahr ausgelöst, um einerseits die etwa 8200 in Österreich installierten Feuerwehrsirenen zu testen, andererseits um an die Bedeutung der Signale zu erinnern. Parallel bringen sich zahlreiche Feuerwehren bei Übungen in Stellung: So wird am Samstag zwischen 17 und 21 Uhr der Tauerntunnel auf der A10 für ein Einsatztraining gesperrt. Ebenfalls groß geübt wird zwischen 14 und 16 Uhr im Gasteinertal. Ab 10 Uhr präsentieren sich in der Abarena in St. Gilgen Feuerwehr, Bergrettung, Wasserrettung, Polizei und Rotes Kreuz bei einem Tag der Einsatzkräfte.

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