Chronik

Die Sprengung auf der Bischofsmütze ist gelungen

Der 25 Kubikmeter große, instabile Felsbrocken wurde zerstört. Die Arbeit ist noch nicht beendet: Bergretter werden am Wochenende die größeren Brocken wegräumen. Nächstes Jahr soll die Kletterroute saniert werden, wo Sicherungshaken am Normalweg auf die Bischofsmütze beschädigt wurden.

Am Freitagnachmittag wurde der hochalpine Einsatz auf der 2458 Meter hohen und markanten Bischofsmütze erfolgreich abgeschlossen. Der instabile 25 Kubikmeter große Kalkfels konnte mittels Sprengung zerkleinert werden. Zur Stunde findet noch ein Kontrollflug statt. Er soll Aufschluss geben, wie effektiv die Aktion war. Gerald Valentin vom Landesgeologischen Dienst: "Die Arbeiten gehen weiter. Am Wochenende werden Bergretter die größten Restbrocken wegräumen. Nächstes Jahr wird die Kletterroute saniert."

"Für die rund 1000 Kletterer pro Jahr bestand keine akute Gefahr"

Der Brocken in der "Mützenrinne" unterhalb der gleichnamigen Scharte sorgte im Sommer für Schlagzeilen: Der viele Schnee im Winter hatte ihn nach vorn geschoben. Er wurde instabil und drohte, auf den Normalweg auf die Bischofsmütze abzustürzen. Gerald Valentin: "Es bestand aber keine akute Gefahr für die rund 1000 Kletterer, die dieses alpine Wahrzeichen pro Jahr besteigen. Daher haben wir uns für eine vorsorgliche Sprengung erst jetzt im Oktober entschieden."

Bergretter aus Filzmoos, Annaberg und Flachau räumen auf

Die Vorbereitungen durch den Landesgeologischen Dienst, die Bergrettung und die Firma ,Höhenarbeit' aus St. Veit liefen offenbar perfekt: Die Sprengung lief wie geplant ab. Die 25 Kubikmeter Kalk zerfielen in viele kleinere Teile. Die Arbeiten gehen jetzt allerdings weiter. Am Wochenende werden Bergretter aus Filzmoos, Annaberg und Flachau die größten Restbrocken aus der Rinne entfernen. "Diese riskante Aufgabe erfordert natürlich strenge Sicherheitsmaßnahmen für alle Beteiligten. Wir werden alle Arbeiten am Seil durchführen. Es müssen teilweise auch Wanderwege unterhalb gesperrt werden. Wir werden auf die Sicherheit von Wanderern in der Gegend ganz besonders achten", sagt Coen Weesjes, Ortsstellenleiter von Filzmoos.

Die Bischofsmütze steht unter Dauerbeobachtung der Experten

Was die Bergretter am kommenden Wochenende nicht schaffen, könnte der Winter und der Schnee erledigen, die Gesteinsbrocken abrutschen lassen. Valentin: "Wir werden uns alles im Frühling noch einmal anschauen und dann weiter entscheiden. Fest steht, dass die Sicherungshaken in der Kletterroute - also am Normalweg auf die Bischofsmütze - beschädigt wurden und saniert werden." Der markante Berg steht ohnedies mit zahlreichen Messpunkten unter Dauerbeobachtung des Landesgeologisches Dienstes.

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