Chronik

Die Stieftochter missbraucht: Haft für Salzburger Sextäter reduziert

37-Jähriger hatte im Herbst 2016 das damals zehnjährige Kind mehrmals sexuell attackiert: Statt acht Jahre soll er nun "nur" 6,5 Jahre ins Gefängnis.

Symbolbild.  SN/sn
Symbolbild.

Ein Dreirichtersenat des Oberlandesgerichts Linz setzte am Donnerstag in einem Berufungsprozess in Salzburg die ursprünglich achtjährige Gefängnisstrafe für einen Sextäter auf nun rechtskräftige sechseinhalb Jahre herab. Der unbescholtene 37-jährige Angeklagte aus dem Land Salzburg hatte 2016 seine damals zehnjährige Stieftochter im Bad und unter der Dusche mehrmals schwer sexuell missbraucht. Er hatte das Kind dazu aufgefordert, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen - ein Mal hatte er auch selbst beischlafsähnliche Handlungen an dem Mädchen durchgeführt.

Das Berufungsgericht begründete die Strafreduktion für den Sextäter (Verteidiger: Kurt Jelinek) im wesentlichen damit, dass die erstinstanzlich verhängte Strafe im Vergleich zu Sanktionen in ähnlich gelagerten Fällen "etwas zu streng" ausgefallen sei.

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