Chronik

Die unheimliche Einbruchsserie in Salzburger Pfarren geht weiter

Die Täter haben in der Nacht zum Mittwoch bereits zum achten Mal zugeschlagen. Sie haben es nur auf Bargeld abgesehen.

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"Ja, diese Serie geht offenbar weiter", sagte am Mittwoch Christian Krieg vom Landeskriminalamt. Kurz zuvor waren Einbrüche in das Pfarramt Hallein sowie Elixhausen gemeldet worden. Rund 2000 Euro hatten die nächtlichen Einbrecher aus dem Pfarrhaus in Elixhausen erbeutet, nachdem sie die Zylinder an der Eingangstür abgedreht hatten. Die aufgebrochenen Geldkassetten konnten nahe des Tatortes sichergestellt werden.

In Hallein hatten sie die Verglasung einer Tür eingeschlagen und mit einer rund drei Meter langen Stange samt Drahtschlinge einen offen liegenden Türschlüssel geangelt und konnten so bequem ins Innere gelangen. Dort schnitten sie einen kleinen Standtresor auf und erbeuteten einen dreistelligen Eurobetrag.

Die beiden Einbrüche reihen sich in eine Serie, die am vergangenen Wochenende in Hallein-Rif, Niederalm, Grödig und Anif begonnen hat. In der Nacht zum Dienstag waren die Pfarrhäuser in Neumarkt und Henndorf an der Reihe. In allen Fällen hatten es die Täter nur auf Bargeld abgesehen.

"Bislang konnten wir an den Tatorten Fußspuren sowie DNA-Spuren sichern", bestätigte Christian Krieg. Das Salzburger Landeskriminalamt stehe auch mit den Kollegen in Oberösterreich in Verbindung. Dort seien in den vergangenen Wochen Dutzende derartige Einbrüche in Pfarrhäuser passiert. "Die Serie in Oberösterreich hat schlagartig aufgehört, sie geht jetzt offenbar in Salzburg weiter", so Krieg.

In weiterer Konsequenz seien nun verstärkt Polizeistreifen in der Nacht mit dem Focus auf Pfarrhäuser unterwegs. Zusätzlich appelliert der Kriminalbeamte an die Bevölkerung, verdächtige Wahrnehmungen der Polizei zu melden. Die Täter würden die Einbruchsorte wohl im Vorhinein auskundschaften.

Parallel hat, wie berichtet, die Salzburger Erzdiözese die Pfarren im Land per E-Mails zu mehr Aufmerksamkeit aufgefordert und angeregt, die Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen und notfalls zu verstärken. Das Problem dabei: Zahlreiche Pfarrhäuser sind nicht bewohnt, zumal Priester meist mehrere Pfarren betreuen müssen.

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