Chronik

Die Wagrainer Ache ist in St. Johann jetzt entschärft

Die Wildbachverbauung im Land Salzburg konnte nun einen weiteren Meilenstein im Pongau setzen.

Das große Sperrwerk an der Wagrainer Ache ist fast fertig. SN/land salzburg/melanie hutter
Das große Sperrwerk an der Wagrainer Ache ist fast fertig.

Die Arbeiten zur Sicherung der Wagrainer Ache in St. Johann sind praktisch abgeschlossen. Im Gemeindegebiet von Wagrain und Kleinarl sind noch umfangreiche Schutzmaßnahmen erforderlich. Es ist das Finale eines Mega-Projekts, das sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckt hat.

Für den Abschluss, einen sehr großen Wildholzfilter, wurden 2,2 Millionen Euro, für das Gesamtprojekt über 26 Jahre hinweg insgesamt zehn Millionen Euro investiert. "Hier in St. Johann geht es um eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bewohner", betonte Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) beim Lokalaugenschein. "Wie wichtig das ist, haben die Murenabgänge kürzlich in Uttendorf und vor zwei Jahren im Schiedgraben gezeigt. In Uttendorf wollen wir noch im Herbst mit den zwei zusätzlichen Sperren beginnen, der Schiedbach in Großarl ist durch zwei neue Schutzbauten nun gebändigt", so Schwaiger.

In St. Johann wurden zum Abschluss der Arbeiten die Sicherungen am Ufer der Wagrainer Ache verstärkt und ein Wildholzfilter errichtet. Dies verhindert die Verklausung von Brücken durch abrutschendes und dann angeschwemmtes Holz und Geröll. Mit der Maßnahme werden knapp 100 Objekte und die Verkehrsinfrastruktur geschützt.

St. Johanns Bürgermeister Günther Mitterer (ÖVP) ist beim Anblick der Schutzbauten beruhigt und sagt: "Damit haben wir nun die Ache großteils gebändigt. Die Gemeinde hat sich als Gründungsmitglied der Wassergenossenschaft und auch bei der Finanzierung aktiv eingebracht." Für Leonhard Krimpelstätter von der Salzburger Wildbach- und Lawinenverbauung ist die Sicherung der Wagrainer Ache "ein Schlüsselprojekt für die Sicherheit eines zentralen Ortsteiles von St. Johann".

1450 Kubikmeter Beton und 110 Tonnen Stahl verarbeitet

Die Finanzierung für das letzte Sperrbauwerk, das in Kürze ganz fertig gestellt wird, tragen Bund (61 Prozent), Land Salzburg (15,25 %), Wassergenossenschaft Wagrainer Ache (15,75 %), Landesstraßenverwaltung (6 %) und Energie AG (2 %). Im Wildholzfilter wurden seit Ende Jänner 1450 Kubikmeter Beton und 110 Tonnen Stahl verarbeitet.

Quelle: SN

Aufgerufen am 17.09.2019 um 02:37 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/die-wagrainer-ache-ist-in-st-johann-jetzt-entschaerft-75019408

Schöne Heimat

"Spot on"

Von Thomas Wirnsperger
16. September 2019
Ein einzelner Sonnenstrahl dringt durchs Dickicht auf den dunklen Waldboden

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