Chronik

Doch kein Coronaverdacht bei Lehrerin: Volksschule Wals am Donnerstag wieder offen

Die Frau war am Dienstag noch in der Schule gewesen und in der Nacht auf Mittwoch schwer krank geworden. Die Direktorin gab in einem Brief an die Eltern Entwarnung: Es handle sich nun doch um "keinen Verdachtsfall".

Die Volksschule Wals musste am Mittwoch vorübergehend geschlossen werden. SN/Anton Prlic
Die Volksschule Wals musste am Mittwoch vorübergehend geschlossen werden.

Wegen des Verdachts auf eine Coronaerkrankung wurde die Volksschule in Wals am Mittwochvormittag vorübergehend geschlossen. Das bestätigte Bürgermeister Joachim Maislinger (ÖVP). In der Früh hatte die Direktorin ihre Lehrer darüber informiert, dass sie die Eltern verständigen sollen. Der Grund: Eine Lehrerin, die am Dienstag noch in der Schule gewesen war, ist über Nacht schwer erkrankt. Die Frau wohnt mit ihrem Lebensgefährten in Traunstein, wo sie derzeit in einem Krankenhaus auf das Ergebnis eines Coronatests wartet. Die Lehrer der Schule warteten zunächst im Konferenzzimmer das Ergebnis dieses Tests ab.

Auch Nachmittagsbetreuung findet statt

Kurz vor Mittag gab es Entwarnung: "Nach Vernetzung mit der Bildungsdirektion und der Gesundheitsbehörde der BH Salzburg-Umgebung handelt es sich bei der betroffenen Person um keinen Verdachtsfall. Somit wird morgen der Schulbetrieb wieder aufgenommen", schrieb die Leiterin in einem Brief an die Eltern. "Heute Nachmittag findet sowohl die schulische Nachmittagsbetreuung an der VS Wals als auch die Betreuung in der Pädagogischen Schülerbetreuung für alle angemeldeten Kinder statt." Aus organisatorischen Gründen könne aber das Mittagessen nicht geliefert werden.

Amtsärztin gab nach Telefonat Entwarnung

Die Frau habe sich offenbar selbst als Verdachtsfall eingestuft und ein wenig überreagiert, sagte Bürgermeister Maislinger. Die Bezirkshauptmannschaft habe nach einem Telefonat mit der Patientin Entwarnung gegeben. "Aus der Befragung heraus hat die Amtsärztin festgestellt, dass es sich um keinen Verdachtsfall handelt." Bisher sei kein Test durchgeführt worden. Wobei der Ortschef einräumt: "Ganz beruhigt bin ich auch erst, wenn ich von der Ärztin höre, dass sie die Frau gesehen hat."

Vorbereitungen für Schulschließungen laufen

Die Bildungsdirektion stellte am Mittwoch in einer Aussendung klar, dass der Schulbetrieb derzeit nicht von den Maßnahmen, die angesichts des Coronavirus getroffen worden seien, betroffen sei. Da man aber nicht wisse, was in Zukunft noch für Maßnahmen getroffen würden, seien landesweit die Schuldirektionen ersucht worden, präventiv Vorkehrungen zu treffen, sagt Bildungslandesrätin Maria Hutter. Lehrer sollten Lernmaterialen für zu Hause vorbereiten.

Verhalten bei Verdachtsfällen vorgegeben

Für die Direktoren wurden mittlerweile Regelungen ausgegeben, wie bei einem Coronaverdachtsfall in oder im Umfeld der Schule vorzugehen ist. Dazu hat das Bildungsministerium eigene Checklisten erstellt. Demnach hat die Schulleitung sofort die Schulärztin bzw. den Schularzt zu informieren, die oder der dann unverzüglich mit der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat, Amtsarzt/Amtsärztin) in Kontakt tritt. Unmittelbar danach ist auch die zuständige Bildungsdirektion zu informieren. Ist ein minderjähriges Kind betroffen, hat die Schulleitung unverzüglich dessen Erziehungsberechtigte zu kontaktieren. Die weiteren Schritte werden dann von der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde verfügt. Handelt es sich bei dem Verdachtsfall um eine Person, die sich aktuell in der Schule aufhält, so empfiehlt das Gesundheitsministerium, diese in einem eigenen Raum unterzubringen. Zur Risikominimierung darf dann bis zur Abklärung der weiteren Vorgangsweise mit der Gesundheitsbehörde niemand das Schulgebäude verlassen.

Kranke Kinder sollen zu Hause bleiben

Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz erinnert alle Eltern und Erziehungsberechtigten an die seit rund zwei Wochen geltenden allgemeinen Empfehlungen: Sollte ein Kind grippeähnliche Symptome zeigen, soll dieses unbedingt zu Hause bleiben.

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