Chronik

Drei Festnahmen bei Cybercrime-Razzien in Deutschland und Salzburg

Eine Bande soll sich illegal Zugang zu Bankkonten verschafft haben. Dadurch erbeutete sie mehr als 1,5 Mill. Euro. Am Donnerstag fanden 16 Hausdurchsuchungen im Raum Hannover sowie in einem Hotel in Salzburg statt. Gegen fünf Haupttäter wird wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs ermittelt.

Die fünf Haupttäter sollen mehr als 1,5 Mill. Euro erbeutet haben. Gegen sie wird wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs ermittelt. Auch sieben „Strohmänner“ sind in das Visier der Ermittler geraten.  SN/apa
Die fünf Haupttäter sollen mehr als 1,5 Mill. Euro erbeutet haben. Gegen sie wird wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs ermittelt. Auch sieben „Strohmänner“ sind in das Visier der Ermittler geraten.

Bei einer Razzia hat die Polizei in Deutschland und Österreich drei mutmaßliche Online-Betrüger festgenommen. Diese gehörten zu einer Bande, die sich Zugang zu Bankkonten verschafft und dabei mehr als 1,5 Mill. Euro erbeutet haben soll. Das gaben Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag in den Städten Verden und Hannover bekannt. Die Polizei fasste zwei Männer in Deutschland. Für einen 26-jährigen Türken klickten in einem Hotel in Salzburg die Handschellen.

Die Bande soll seit mindestens November 2018 aktiv gewesen sein

Die Durchsuchungen erfolgten am Donnerstag vor allem in Niedersachsen sowie einem Hotel in Salzburg. Die aus fünf Verdächtigen bestehende Bande soll mindestens seit November 2018 aktiv gewesen sein und illegal auf die Online-Zugangsdaten der Kunden verschiedener Banken zugegriffen haben. Danach aktivierten sie Ersatz-SIM-Karten für deren Handys, um sich Transaktionsnummern (TAN) für Überweisungen schicken zu lassen.

Das erbeutete Geld wurde in Bitcoins getauscht und weiter transferiert

Durch entsprechende Überweisungen von den Konten der Geschädigten auf dafür extra unter falschen Personalien angelegte Bankkonten bzw. auf Konten von Strohmännern erbeuteten die Täter Beträge von insgesamt mehr als 1,5 Millionen Euro. Das Geld wurde anschließend nahezu vollständig in die Krypto-Währung Bitcoin getauscht und weiter transferiert.

Sieben "Strohmänner" müssen sich wegen Verdachts der Geldwäsche verantworten

Am Donnerstag fanden 16 Hausdurchsuchungen rund um Hannover und in Salzburg statt. Die Beamten sicherten umfangreiches Beweismaterial und nahmen zwei der mutmaßlichen Haupttäter fest. Die Festgenommenen wurden noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Ein weiterer mutmaßlicher Haupttäter wurde in einem Hotel in Salzburg gefasst. Seine Auslieferung wurde nach Angaben der Behörden beantragt. Gegen die fünf mutmaßlichen Haupttäter wird wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs ermittelt. Sieben Strohmänner müssen sich wegen des Verdachts der Geldwäsche verantworten.

Quelle: SN

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