Chronik

Drei junge Pinzgauer digitalisieren 500 Jahre altes Haus in Bramberg

Digitalisierung trifft Tradition: Wer sich für das "Samplhaus" im Oberpinzgau interessiert, muss künftig nicht mehr unbedingt hinfahren, um es zu erleben.

Die Eigentümerin des Hauses, Christine Hochwimmer, lädt auf www.samplhaus.at zu einer digitalen Zeitreise ein. Sie führt virtuell durch das "Samplhaus" und seine Geschichte. Es ist 500 Jahre alt und großteils im Originalzustand erhalten. Innen wurde es sorgfältig renoviert und für kleine Veranstaltungen adaptiert.

Umgesetzt wurde dieses Digitalisierungsprojekt von drei jungen Pinzgauer Unternehmern. Sie stellten für das Projekt ihre jeweiligen Fähigkeiten zur Verfügung: Verkauf, technische Umsetzung und Kreativität. Es handelt sich dabei um Stephanie Brennsteiner (Designstudio23), Niklas Knapp und Michael Riedmann (Knapp & Riedmann OG).

Die drei Pinzgauer haben das "Samplhaus" ausgesucht, weil sie stolz sind auf ihre Heimat und weil ihnen der Erhalt der Kultur und Natur am Herzen liegen. Das "Samplhaus" verkörpere für sie das Gefühl von "zu Hause". Das alte Stück Heimat solle nicht verloren gehen.

Das "Samplhaus" blickt auf eine lange Geschichte zurück. Um 1500 siedelten sich in der Nähe der Bramberger Kirche (jetzt Hadergasse) erstmals Handwerker an, die durch den Bergbau in Mühlbach und der damit einhergehenden Holzwirtschaft ihr Auskommen fanden. Zu diesen "Söllhäusern" (Selde: Einkehr, Herberge) gehörten stets kleine Gärten, die für den eigenen Bedarf genutzt wurden.

Christine Hochwimmer, die Besitzerin des Hauses, erhielt im Jahr 2017 den "Salzburger Volkskulturpreis". In den Sommermonaten ist der Wochenmarkt am Freitag ein besonderer Höhepunkt, der viele Besucher anlockt.

Auch eine kleine Ferienwohnung wird vermietet.

Begleitet wird das Projekt "Samplhaus" vom Vereine Tauriska Neukirchen. Dessen zentrales Ziel ist es, die alpine Architektur, das Brauchtum und die lebendige Alltagskultur zu erhalten. Aber auch Modernes und die zeitgenössische Kulturarbeit sollen nicht zu kurz kommen.


Der Verein TAURISKA Neukirchen (Susanne Vötter-Dankl und Christian Vötter), begleitet das Projekt Samplhaus sehr sensibel, mit dem Ziel, alpine Architektur, Brauchtum und lebendige Alltagskultur zu erhalten. Es geht bei der Kulturarbeit von Susanna Vötter-Dankl und Christian Vötter aber auch um Modernes und Zeitgenössische Kulturarbeit auf spannende Art erfahrbar zu machen.

www.tauriska.at

Quelle: SN

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