Chronik

Drei Salzburger Bezirke gehören zu jenen mit den meisten Unfalltoten

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat die tödlichen Verkehrsunfälle der vergangenen fünf Jahre in Österreich analysiert: 2210 Menschen sind gestorben. Was man dagegen tun kann.

Oft Ursache der Unfälle: zu hohe Geschwindigkeit. SN/robert ratzer
Oft Ursache der Unfälle: zu hohe Geschwindigkeit.

Von 2013 bis 2017 kamen 2210 Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben. Ein Fünftel der tödlichen Unfälle ereigneten sich in nur zehn Bezirken. Die meisten Verkehrstoten waren im Bezirk Liezen (59) zu beklagen, gefolgt von Baden (53) und dem Pinzgau (50). Im Flachgau starben in den vergangenen fünf Jahren 48 Personen bei Verkehrsunfällen, im Pongau 44. Damit sind drei Salzburger Bezirke unter den fünf mit den meisten Unfalltoten.

Christian Gratzer vom VCÖ erklärt, dass diese Bezirke auch jene mit dem meisten Verkehr seien. Aber im Vergleich zu den anderen Orten sinke die Zahl der Verkehrstoten in Salzburg nicht. Im Vorjahr seien im Pinzgau zwölf Personen bei Unfällen gestorben, im Flachgau elf, im Pongau zehn. Gratzer rät, nochmal genauer hinzusehen: "Wo häufen sich die Unfälle?"

Gratzer hält Discobusse und Sammeltaxis für sinnvoll. "Damit Jugendlichen sicher nach Hause kommen." Zudem rät er den Gemeinden, die Gehwege zu analysieren. Gibt es etwa Siedlungen, die das nächste Ortsgebiet nicht über einen sicheren Gehweg erreichen können? "Die Leute sind dann gezwungen, im Dunkeln auf der Freilandstraße zu gehen."

Im Ortsgebiet und auf den Freilandstraßen sei es ratsam, die Tempolimits zu reduzieren. Denn die Hauptunfallursachen seien zu schnelles fahren, ein piependes Smartphone und Unachtsamkeit. "Es geht viel um Bewusstseinsarbeit: Lenken Sie ihre volle Aufmerksamkeit auf den Straßenverkehr."

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