Chronik

Dritte Kontrollspur am Walserberg freigegeben

Seit Montag 11 Uhr kann am Grenzübergang nach Deutschland dreispurig kontrolliert werden. Das soll Staus im Rückreiseverkehr im August vermeiden.

Es war ein Hin und Her zwischen dem Land Salzburg und Deutschland. Das Land hat auf eine schnellere Abwicklung der Grenzkontrollen gedrängt. Denn wie auch schon im vorigen Sommer wird heuer mit einer enormen Rückreisewelle aus dem Süden im August gerechnet. Verkehrslandesrat Stefan Schnöll und Landeshauptmann Wilfried Haslauer waren vor Monaten sogar nach Berlin zum deutschen Innenminister Horst Seehofer gereist, um eine schnellere Grenzabwicklung zu erreichen.

Mit 10. Mai hat Deutschland die Freigabe zum Bau einer dritten Kontrollspur am Walserberg gegeben. Seit Montag ist diese fertig und in Betrieb. Rund eine halbe Million Euro hat die neue Spur gekostet. "Wir haben lange darum gekämpft. Ich bin froh, dass sie jetzt in Betrieb geht", sagte Schnöll bei der Eröffnung am Walserberg. Und nun scheinen auch die politischen Verstimmungen wieder austariert und die Wogen mit den Nachbarn geglättet.

Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart sagt: "Das ist ein guter Tag für die Verkehrsbeziehungen von Salzburg und Bayern. Die Baumaßnahmen sind in Rekordzeit erledigt worden. Das ist symbolisch dafür was man durchbringen kann. Und es ist ein Ausdruck der Freundschaft zwischen Salzburg und Bayern." Zufrieden war auch Landrat Georg Grabner. "Was lange währt, wird endlich gut. Es war doch eine ordentliche Zeitspanne, bis die dritte Spur gebaut wurde. Aber die zusätzliche Spur allein wird's nicht sein. Es braucht auch entsprechend flexible Kontrollen." Von der deutschen Polizei heißt es, man werde die dritte Spur jetzt bespielen - "sonst hätten wir sie nicht bauen müssen". Die Polizei benötigt dafür aber natürlich auch mehr Personal am Walserberg. Auf Knopfdruck könne man die Spur aber nicht öffnen, denn das System sei etwas komplexer. Die Öffnung der dritten Spur müsse daher immer abgestimmt sein zwischen Salzburg und Deutschland.

Salzburg wird jedenfalls bei den angekündigten Maßnahmen wie Abfahrtssperren von der Tauernautobahn und Fahrverbote auf Landesstraßen bleiben, wenn die Staus im Rückreiseverkehr und damit der Ausweichverkehr wieder zunimmt. "Wir knüpfen nicht all unsere Hoffnungen auf die dritte Spur", sagt Schnöll.

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