Chronik

Eben im Pongau: Streunender Hund biss 36 Hühner und zwei Hähne tot

Der Vorfall ereignete sich vor etwa zwei Wochen am Bauernhof von Landesbäuerin Elisabeth Hölzl.

Die noch vollzähligen Hühner vor dem Angriff des Hundes. SN/privat
Die noch vollzähligen Hühner vor dem Angriff des Hundes.

Es war ein schreckliches Bild, das sich Landesbäuerin Elisabeth Hölzl und ihrem Mann vor zwei Wochen vor deren Stall geboten hat: 36 Hühner und zwei Hähne lagen zerfleddert da. "Es sah aus wie nach einem Massaker", so die Landwirtin. Ihrem Mann war es gerade noch gelungen, das Hinterteil des sich davonmachenden Tieres, das die Hühner totgebissen hatte, mit dem Handy zu fotografieren. Übrig geblieben waren nur jene 25 Hühner, die sich hinter schnatternden Gänsen versteckt hatten.

"Der erste Gedanke meines Mannes war: Das war der Wolf", sagt Hölzl. Sie ging der Fährte des Tieres nach. Die blutige Spur habe aber nicht zum Wald geführt. Gegen die These, dass es ein Wolf oder ein Fuchs gewesen sein könnte, sprach zudem eine Hundelosung entlang der Fährte. Mithilfe der Polizei war der Übeltäter rasch ausgeforscht: Es handelte sich um einen entlaufenen Husky aus einem anderen Ort. "Wir haben uns mit der Familie geeinigt, unsere Hühner wurden ersetzt und wir für den Eierausfall entschädigt", sagt Hölzl. Sie betont aber auch, dass Hunde immer wieder für Probleme auf Bauernhöfen sorgten. Nicht apportierte Stöcke blieben liegen und ruinierten das Mähwerk. Sie selbst nehme keine Gäste mit Hunden mehr auf, weil sie zu oft erlebt habe, dass sie ihre Tiere trotz Hinweisen nicht anleinten. "Es ist also nicht immer die Sturheit der Bauern, die zu Problemen mit Hunden führt", sagt Hölzl.

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