Chronik

Ehrenamtliche Retter erhalten mehr Geld vom Land Salzburg

Die steigende Zahl der Einsätze und die immer höheren Qualitätsanforderungen für die Ausrüstung verursachen Mehrkosten bei den Einsatzorganisationen. Bergretter zahlen selbst 4200 Euro für ihre Ausrüstung.

Einen Euro - den sogenannten Rettungseuro - hat es bisher pro Einwohner für die Einsatzkräfte gegeben. Dieser Betrag wird jetzt auf 1,40 Euro angehoben - für Bergrettung, Wasserrettung und Höhlenrettung.

Finanzreferent LH-Stv. Christian Stöckl (ÖVP) legt eine Novelle des Salzburger Rettungsgesetzes vor. Darin enthalten ist die rund 40-prozentige Erhöhung der Förderbeträge. Für die Bergrettung bedeutet das, dass sie heuer 432.000 Euro und ab dem kommenden Jahr 628.000 Euro erhält. Der Betrag für die Wasserrettung steigt von 96.000 Euro auf 118.000 Euro, jener für die Höhlenrettung von 32.000 Euro auf 39.000 Euro.

"Die ständig mehr werdenden Einsätze sowie die immer höheren Qualitätsanforderungen bescheren diesen Einsatzorganisationen Mehrkosten, die weder durch die derzeitigen Gelder der öffentlichen Hand noch durch Eigeninitiativen oder Spenden abgedeckt werden können. Die kräftige Aufstockung ist auch Ausdruck der Anerkennung der großartigen und unverzichtbaren Leistungen", sagt Stöckl.

Was das Rote Kreuz betrifft, so erhält dieses (inklusive Flugrettung) 6,92 Euro je Einwohner. Der Landesbeitrag für das Salzburger Rote Kreuz liegt damit bei 3,8 Millionen Euro jährlich.

Die Einsatzzahlen der Bergretter hätten sich von 2014 bis 2018 von rund 480 auf 700 erhöht. Die Zahl der Geborgenen von 500 auf 750. In 22 von 43 Ortsstellen würden die Teams mit Privatautos zu Einsätzen fahren. Außerdem müsse jeder Bergretter für seine Ausrüstung rund 4200 Euro in die Hand nehmen. "Mit der Erhöhung der Förderung sollte gewährleistet sein, dass in den kommenden Jahren bis zu vier Einsatzautos pro Jahr angekauft werden können und es einen Zuschuss für die persönliche Einsatzausrüstung gibt", sagt Stöckl.

Balthasar Laireiter, Chef der Bergrettung, zeigt sich zufrieden: "Wir haben diesen Betrag als Mindestforderung gestellt, und der ist uns jetzt bestätigt worden. Damit können wir die Bergrettung weiterentwickeln." Mittelfristig wolle man alle Ortsstellen mit Einsatzautos ausrüsten, da es nicht mehr argumentierbar sei, wenn Freiwillige mit ihren Privatautos über schwierige Wege zu Einsätzen gelangen müssten. "Da kippt irgendwann einmal die Freiwilligkeit und die gute Stimmung", sagt Laireiter.

Quelle: SN

Aufgerufen am 26.10.2020 um 06:10 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/ehrenamtliche-retter-erhalten-mehr-geld-vom-land-salzburg-68679133

Covid-Aufruf der Behörden

Personen, die sich zu folgenden Zeiten an den angegebenen Orten befunden haben, werden ersucht, ihren Gesundheitszustand zu beobachten: Dienstag, 20. Oktober bis Freitag, 23. Oktober, Gaststätte "kenn i di", …

Schlagzeilen