Chronik

Ein finanzieller Kraftakt für die Bauernmusik

Die Musikkapelle muss ihr Probelokal, in dem sie bisher pachtfrei untergebracht war, nun kaufen. Rund zwei Drittel des Kaufpreises für die nun 270 Quadratmeter umfassenden Räume müssen von der Musikkapelle aufgebracht werden.

Das ehemalige Raika-Gebäude wird derzeit komplett umgestaltet und saniert. Im Keller befindet sich das Probelokal der Bauernmusik Bischofshofen.  SN/sw/brinek
Das ehemalige Raika-Gebäude wird derzeit komplett umgestaltet und saniert. Im Keller befindet sich das Probelokal der Bauernmusik Bischofshofen.

Im Keller des ehemaligen Raiffeisenbank-Gebäudes am Franz-Mohshammer-Platz hat die Bauernmusik seit Jahrzehnten ihr Probelokal. Dieses konnte sie pachtfrei nutzen, nur Betriebskosten und Erhaltungskosten mussten aus der Vereinskasse finanziert werden. Die Raiffeisenbank baute am Standort des ehemaligen Kubitschek-Gebäudes bekanntlich neu. Dieses Gebäude war zunächst von der Lungauer Baufirma Recon Group erworben worden. Schließlich wurde ausverhandelt, dass die Recon Group stattdessen das ehemalige Raiffeisenbank-Gebäude erwirbt und die Bank das Kubitschek-Haus. Beim ehemaligen Bankgebäude laufen seit Längerem groß angelegte und aufwendige Sanierungsarbeiten. Die Bauernmusikkapelle hält ihre Proben bei der Eisenbahnermusik ab, Instrumente und anderes benötigtes Material sind in verschiedenen Vereinslokalen und bei Privaten untergebracht. Voraussichtlich mit Ende des Jahres kann die Bauernmusik dann wieder in ihr angestammtes Probelokal zurück. Dieses wird sich in dann in neuem Glanz zeigen, auf insgesamt 270 m2 wird es neben dem Proberaum an sich auch Platz für diverse Nebenräume (Archiv, Lagerräume ...), eine Garderobe und WC-Räume geben. Bisher mussten die Musiker ein WC im ersten Stock benützen. Neu ist auch ein eigener Eingang für das Probelokal. Alles Qualitätsverbesserungen also, aber das wird nicht ganz billig. Die Bauernmusik muss die Räumlichkeiten nämlich ankaufen. Zwei Drittel des Kaufpreises für die 270 m2 große Fläche in Bischofshofener Zentrumslage muss die Musik selbst aufbringen. Das restliche gute Drittel kommt von der Stadtgemeinde und der Raiffeisenbank. Für die Musikkapelle mit ihren 89 aktiven Mitgliedern werde der Erwerb des Probelokals jedenfalls ein finanzieller Kraftakt, sagt Kapellmeister Klaus Vinatzer: "Das ist definitiv die größte finanzielle Herausforderung, vor der wir jemals gestanden sind. Wir sind aber guter Dinge, dass wir das stemmen werden."

Ein Teil soll durch Spendenaktionen aufgebracht werden. Angesprochen sind sowohl betriebliche als auch private Spender. Weiters will man durch diverse Veranstaltungen wie Feste Geld lukrieren. Selbst wenn alles sehr gut und nach Plan läuft, wird man wohl immer noch eine sechsstellige Summe über einen Kredit finanzieren müssen.

Dass eine Musikkapelle ihr Probelokal selbst ankaufen muss, ist im Bundesland Salzburg - sehr ungewöhnlich. Dazu Vinatzer: "98 Prozent der Probelokale gehören den jeweiligen Gemeinden. Bischofshofen geht hier einen anderen Weg." Das heißt, es gibt zwar gute Unterstützung, auch in finanzieller Hinsicht, die Bereitstellung von Vereins- bzw. Probelokalen ist aber Sache des jeweiligen Vereins.

Unterstützung für den Ankauf des Bauernmusik-Probelokals unter dem Spendenkonto: Raiffeisenbank Bischofshofen, Konto: Bauernmusik Bischofshofen, IBAN: AT71 3501 0000 0014 0798

Aufgerufen am 26.01.2021 um 06:53 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/ein-finanzieller-kraftakt-fuer-die-bauernmusik-69647014

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