Chronik

Ein Lied, das Frieden vermittelt

In zwei Salzburger Museen wird derzeit gebaut. Sie öffnen pünktlich zur Landesausstellung "200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!" im Herbst.

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Grünen Klubobfrau Martina Berthold, Geschäftsführer der Stille Nacht 2018 GmbH Paul Estrella und Direktor des Salzburg Museums Martin Hochleitner.  SN/neumayr/lmz
Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Grünen Klubobfrau Martina Berthold, Geschäftsführer der Stille Nacht 2018 GmbH Paul Estrella und Direktor des Salzburg Museums Martin Hochleitner.

"Stille Nacht! Heilige Nacht!" sei ein Lied, das Intimität, Stimmung, aber auch Frieden vermittle, erklärte Martin Hochleitner, Direktor des Salzburg Museum. Am Freitag wurde eine Vorschau auf die große Landesausstellung "200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!", die ab 29. September geöffnet hat, gegeben.

Neben Melodie und Text hat das Lied eine starke Symbolkraft, die in der Geschichte aber auch missbraucht wurde. In welcher Form es etwa in politischem Kontext umformuliert wurde, wird eines der vielen Themen sein. "Das geschah in der Zeit des Nationalsozialismus oder in der DDR, als es zu einer Art Arbeiterlied wurde", erklärte Hochleitner.

Behandelt wird auch die Friedensbotschaft des Liedes in Bezug auf das Miteinander in der heutigen Gesellschaft. So geht es im Herbst etwa um das Thema regionale Menschenrechtsarbeit. Zwei Projekte widmen sich der Frage nach Kulturen des Friedens.

Wichtig sei allen Verantwortlichen, international darauf hinzuweisen, dass das Lied aus Salzburg komme, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Insgesamt sieben Salzburger Standorte schließen sich mit Museen im oberösterreichischen Hochburg-Ach sowie Fügen in Tirol zu einer Landesausstellung zusammen. So wird das Motiv eines neunzackigen Sterns, gefaltet aus den Notenblättern des Liedes, das Jubiläumsjahr begleiten. Im Folgenden ein Überblick über die Standorte:

Mariapfarr

Das Regionalmuseum wird neu gestaltet und räumlich erweitert. Der Schwerpunkt liegt auf der Tradition der Wallfahrt in Mariapfarr. Thematisiert wird auch der Lebensweg Joseph Mohrs, der 1816 im Pfarrhof das Gedicht zu "Stille Nacht! Heilige Nacht!" geschrieben hat.


Hallein

Das Stille-Nacht-Museum Hallein wird derzeit renoviert und öffnet am 29. September. Es behandelt das Leben und Wirken von Franz Xaver Gruber.

Salzburg

Das Salzburg Museum erarbeitet eine Sonderschau, die sich mit der Geschichte, Botschaft und Gegenwart des Liedes in sechs Teilen auseinandersetzt.

Arnsdorf

Arnsdorf widmet sich dem Schulalltag im 19. Jahrhundert und erarbeitet mit dem Theater Holzhausen ein Schauspielprojekt für Jugendliche.

Oberndorf

Das Stille-Nacht-Museum in Oberndorf wurde im Dezember 2016 neu eröffnet. In einer Sonderschau geht es um Text und Melodie im Kontext der Jahre 1818, 1918, 1968 und 2018.

Wagrain

Das Stille-Nacht-Museum im Pflegerschlössl ist seit Dezember 2017 geöffnet. Eine Sonderschau gibt Einblick in die kulinarischen Traditionen verschiedener Länder rund um Weihnachten.

Hintersee

In Hintersee, wo Joseph Mohr von 1827 bis 1837 lebte, entsteht der Joseph-Mohr-Gedenkweg.

Fügen

In Fügen im Tiroler Zillertal, von wo aus die internationale Verbreitung des Liedes ihren Anfang nahm, gibt es eine Sonderschau im Schloss Fügen und im Heimatmuseum Fügen.

Hochburg-Ach

Hochburg-Ach, Geburtsort Franz Xaver Grubers, erinnert an die Jugendjahre und musikalische Ausbildung des Weberssohns.

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