Chronik

Ein Oberalmer Kabarettist erobert die Comedy-Bühne

Der Tennengauer Sebastian Hochwallner ist seit zwei Jahren in der "Comedy Szene" unterwegs.

Sebastian Hochwallner auf der Bühne. Bild:  SN/sw/Raphael Mitterndorfer
Sebastian Hochwallner auf der Bühne. Bild:

Das "Humorlabor" ist eine Plattform, bei der alle mitmachen können und alles erlaubt ist. Es wird wieder am 12.12. um 20 Uhr in der ARGE-Kultur in Salzburg stattfinden, wo unter anderem der Oberalmer Sebastian Hochwallner mit dabei ist. Der junge Tennengauer mischt seit Kurzem die Salzburger Comedy-Szene mit seiner "Jokebox" auf, die er vor einem Jahr gegründet hat. Meist sind es "Open Mics" in Deutsch und auch Englisch, die dort stattfinden. "Open Mics" ist die Abkürzung von "open microphones" (offene Mikrofone) für mehrere Personen, die sich in Bars, Cafés oder auf Veranstaltungen treffen, um ihre Werke vorzustellen. In Hochwallners Fall geht es hauptsächlich um "Comedy", aber wie er selbst sagt: "Erlaubt ist, was gefällt". Daneben fungiert der Kabarettist auch als Moderator der Kabarett-Mixed-Bühne "Salzige Schmähwerkstatt" in Hallein, wo er gerade am 3. Dezember unterwegs war. Dort präsentierte er unter anderem die Gewinnerin des österreichischen Kabarettpreises, Sonja Pikart, die zu seinen Lieblingskabarettisten zählt - neben dem Berliner Mark Uwe Kling, Alfred Dorfer oder Josef Hader.

Viel Arbeit - wenig Brot

"Es ist ein großer Zeitaufwand Comedy zu machen. Also: Viel Arbeit, aber wenig Brot. Ich mache das Ganze aber aus Leidenschaft", so Hochwallner über sein intensives Hobby. Wenn er gerade nicht auf der Bühne steht und an Gags arbeitet, dann ist der freiberufliche Grafik-Designer hauptsächlich für Kunden in Wien da. "Ich bin durch meine Tätigkeit als Freiberufler recht flexibel, was ein riesiger Vorteil ist", so der 29-Jährige, der momentan in Salzburg lebt.

Die Plattform der "Open Mics" in Salzburg besteht bereits aus einer kleinen Gemeinschaft, die sich einmal pro Monat in der "Stage Bar" im Kaiviertel oder im "Coffee House" im Bruderhof trifft. "Die Zuseher nehmen das gut an", so Hochwallner.

Auf Abruf lustig sein - Geht das?

Kann man auf Befehl lustig sein? Wie motiviert man sich nach einem schlechten Tag? "Man wird professionell. Das ist sozusagen 'part of the game'. Wenn ich dann auf der Bühne stehe, dann macht es eh Spaß. Mit dem Essen kommt quasi der Appetit", erzählt der Kabarettist schmunzelnd. Trotzdem gibt es laut Hochwallners eigenen Aussagen auch Abende, an denen er nicht so gut ankommt. Denn als Kabarettist aufzutreten sei nicht nur Talent, sondern auch Arbeit. Eine gute Vorbereitung ist daher Voraussetzung bei Auftritten von 20 bis 30 Minuten oder auch eineinhalb Stunden bei einem Soloprogramm.

Die Themen seiner komödiantischen Darbietungen sind meist gesellschaftskritisch. Sie sind nicht unbedingt tagesaktuell, sondern lieber in einem größeren Zusammenhang zu sehen.

Wie wird man Kabarettist? "Ich hatte immer schon das Bedürfnis, Leute zum Lachen zu bringen." Wer nun Lust bekommen hat: Jeder kann sich anmelden und bei den "Open Mics" mitmachen.

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