Chronik

Ein Roboter entsteht in 24 Stunden

Die Teilnehmer des ersten österreichischen Robothons in der Fachhochschule Salzburg hatten großen Zeitdruck. Die Ergebnisse waren überraschend.

Den fünf Teilnehmern der Fachhochschule Vorarlberg mangelt es nicht an Ehrgeiz. "Natürlich wollen wir gewinnen", sagt Dominik Schuster. "Wir fahren ja nicht umsonst nach Salzburg." Sie hätten sich intensiv auf den Wettbewerb vorbereitet, erklärt seine Teamkollegin Laura Kaspar. "Wir haben einen Proberoboter gebaut. Und wir mussten uns in eine neue Programmiersprache einarbeiten."

Die Fachhochschule Salzburg hat es den Teilnehmern des ersten Robothons nicht leicht gemacht. Bei dem Bewerb geht es darum, in 24 Stunden mit einem fixen Satz an Teilen einen Roboter zu bauen, der dann bestimmte Aufgaben verrichten muss. Welche Aufgaben das sein werden, wussten die Teilnehmer vorher nicht. "Vermutlich soll er etwas transportieren", sagt Maximilian Tschuchnigg. Er ist recht entspannt angesichts der schwierigen Aufgabe, die vor ihm steht. Eher beschäftigt ihn, wie er sich die ganze Nacht wach halten soll. Sein Geheimrezept: "Regelmäßig frische Luft schnappen." Dass er die Aufgaben lösen wird, darüber macht sich der FH-Student, der vorher die HTL in Itzling besuchte und früher mit Lego-Technik experimentierte, keine Sorgen.Lego-Bauen ohne AnleitungDen Robothon mit Lego-Bausätzen zu vergleichen sei durchaus angebracht, sagt Initiator Robert Merz. Er leitet den Fachbereich für Mechatronik an der Fachhochschule Puch-Urstein. "Es ist so etwas wie Lego-Bauen, nur ohne Anleitung." Und die meisten Lego-Bauwerke können keine Kunststücke wie die Roboter des Robothons. Die Aufgabenstellung lautet nämlich: Zehn Gegenstände in zehn Minuten zehn Meter weit zu transportieren. Die Roboter müssen diese Aufgaben allein erledigen, also dafür programmiert werden. "Ich wollte bei den Teilnehmern Kreativität und den Konkurrenzgedanken wecken", sagt Robert Merz.

Das Konzept des Robothon ist von Programmier-Marathons, sogenannten Hackathons, abgeleitet. Es ist die erste derartige Veranstaltung in Österreich. Der Andrang war groß, es gab eine Warteliste. Die Fachhochschule hat deshalb auch schon Pläne für den nächsten Robothon in einem Jahr. Und auf den Sieger, der heute, am Samstag, ermittelt wird, wartet ein besondere Überraschung: Das Team darf im Juni zu einem Robothon nach China.

Quelle: SN

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