Chronik

Ein Salzburger Muskelprotz wird zum Lebensretter

Ein American Footballer mit großem Herz: Michael Daxbacher hat seine Stammzellen gespendet und damit womöglich ein Menschenleben gerettet.

Michael Daxbacher spendete Stammzellen.  SN/privat
Michael Daxbacher spendete Stammzellen.

Anfang des Jahres meldete sich die gesamte Football-Mannschaft der AFC Pinzgau Devils beim Verein "Geben für Leben" als mögliche Stammzellenspender. Nun wurden die Zellen eines Spielers tatsächlich benötigt. Der 24-jährige Rauriser Michael Daxbacher spendete zu Beginn der Woche in München seine Stammzellen - und wurde damit zum Lebensretter.

Schmerzen verspürte der Footballer dabei nicht: "Es war ähnlich wie bei einer Dialyse. Gedauert hat das Ganze knapp 2,5 Stunden", sagt Daxbacher. Welcher Person er mit seiner Spende womöglich das Leben rettet, erfährt der Rauriser nicht. "Ich darf kein Kontakt aufnehmen." Eines ist für Daxbacher aber klar: "Ich würde sofort wieder Zellen spenden."

Stammzellenspenden: Österreich bei den Zahlen im Hintertreffen

Österreich ist bei den für eine Stammzellenspende registrierten Freiwilligen im internationalen Vergleich im Hintertreffen. Laut Agathe Rosenmayr, Leiterin der Spenderdatei der MedUni Wien, waren zu Beginn des Jahres hierzulande 66.000 Personen registriert. In Deutschland sind es zum Vergleich 6,4 Millionen. Wenn also der Faktor 1:10 angewendet würde, müsste es in Österreich rund 640.000 Spender geben.
"100.000 Spender sollte ein Land wie Österreich in den weltweiten Pool schon einbringen", sagt Rosenmayr über ihre Ziele. Weltweit waren mit Ende des Vorjahres 27,6 Millionen registriert. Dass de facto nur mehr über Stammzellspenden für Leukämiekranke gesprochen wird und nicht mehr über Knochenmarkstransplantationen, liegt daran, dass diese aufwendigere Form der Spende nur mehr selten, in etwa zehn bis 15 Prozent der Fälle, angewendet werden. Das hat vor allem für Spender etwas Gutes: Stationäre Spitalsaufenthalte sind nicht mehr notwendig, dem Organismus erspart man die belastende Vollnarkose und die postoperativen Schmerzen. "Stammzellenspenden sind wie eine besonders lange Blutspende, nur erhält man das Blut am Ende zurück", sagt die Medizinerin.

Quelle: SN

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