Chronik

Ein sanftes Reitervolk ehrt den heiligen Georg

In Eugendorf wurde zum Georgiritt geladen. Dort wurde gezeigt, wie man mit 180 PS seine Besucher nachhaltig verzaubern kann.

Stur die Straße lang. Die Möbelhäuser hinter sich lassen, mitten durch das Gewerbegebiet, an Sonderangeboten und Wahlplakaten vorbei. Dann ist man endlich draußen. Auf der grünen Wiese, gleich hinter dem Gasthaus Drei Eichen.

Hier formieren sich Reiter und Gespanne zum Georgiritt. Kinder lachen, Pferde wiehern. Diesmal sind mehr als 180 Pferde dabei. Ein Vergleich drängt sich auf: Der Georgiritt ist mit mehr als 180 Pferdestärken (PS) und 2000 Besuchern ruhiger und nachhaltiger als der eigene Pkw. Organisiert wurde das Fest von den 158 Mitgliedern des Heimatvereins "D'Vorberger". In den letzten Tagen hatten sie noch alle Hände voll zu tun. Der Obmann Josef Aigner war kaum ansprechbar. Dass es ein bisserl mehr Stress als üblich war, das lag freilich auch daran, dass die "Vorberger" eben erst von Dubai zurückkehrten. "Da war eine Österreich-Woche", erzählt Josefs Ehefrau Maria. Jeden Tag hätten sie auf der Arabischen Halbinsel eine Aufführung gehabt. Eine Belastung für die Familie sei ein Amt im Heimatverein aber trotzdem nicht. "Bei uns ist die ganze Familie im Verein. Und der Verein ist wiederum auch eine ganze Familie. Gemeinsam schafft man so etwas", sind sich Maria und Josef einig. Maria und Josef? Das führt uns schnurstracks zum heiligen Georg. Dieser starb unter Diokletian den Märtyrertod, weil er seinem Glauben nicht abschwor. Zu Lebzeiten soll Georg eine Art Superman hoch zu Ross gewesen sein.

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