Chronik

Ein Unkraut, das überspringt

Salzburger Naturschützer konnten das Drüsige Springkraut zumindest am Wallersee bereits zurückdrängen.

Drüsiges Springkraut SN/lmz/elisabeth ortner
Drüsiges Springkraut

Dieses Unkraut hat jetzt wieder Hochsaison. So schön es auch blüht und rasa Farbakzente in die spätsommerliche und herbstliche Landschaft setzt: Das Drüsige oder Indische Springkraut schadet der Natur, in dem es heimische Arten verdrängt und das Ökosystem verändern kann.

Dem Salzburger Naturschutz sind schon Teilerfolge beim Zurückdrängen dieser sich stark ausbreitenden Pflanze gelungen. Das Springkraut bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit.

"Da es eine einjährige Pflanze ist, das heißt, im Winter komplett abstirbt, muss sie vor dem Aussamen samt der Wurzel vernichtet werden", erklärt Elisabeth Ortner, Schutzgebietsbetreuerin des Flachgaus am Salzburger Haus der Natur. Am Eisbach im Wenger Moor am Wallersee betreut sie ein bereits seit dem Jahr 2008 laufendes Projekt. Damit konnten die Bestände des Drüsigen Springkrauts schon erfolgreich zurückgedrängt werden. Besonders im Europaschutzgebiet Wenger Moor lohne es sich, die fremde Pflanze zu entfernen, um die hohe Artenvielfalt in den Gehölz- und Krautsäumen an den Bächen zu erhalten, sagt Elisabeth Ortner.

Ebenfalls problematisch seien zum Beispiel der Riesen-Bärenklau, Staudenknöterich-Arten, die Kanadische und die Riesen-Goldrute, die Robinie oder Falsche Akazie, der Götterbaum und Ragweed. Diese Pflanzen haben sich in den vergangen Jahrzehnten sehr stark ausgebreitet.

Quelle: SN

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