Chronik

Eine berufliche Laufbahn ohne schiefe Töne geht zu Ende

Helmut Taferner geht in den Ruhestand, 40 Jahre lang bestimmte er die Geschicke des Musikums mit, davon 23 Jahre als Direktor des Musikums St. Johann.

Helmut Taferner nimmt Abschied als Musikum-Direktor, bleibt aber seiner Liebe zur Musik treu. SN/sw/privat
Helmut Taferner nimmt Abschied als Musikum-Direktor, bleibt aber seiner Liebe zur Musik treu.

"Mit einem lachenden und einem weinenden Auge": Das hört man oft, wenn man die Menschen fragt, wie sie die den Abschied von der beruflichen Laufbahn und die bevorstehende Pensionierung sehen. Auch Helmut Taferner antwortete zunächst so, meinte dann aber: "Eigentlich habe ich derzeit gar keine Zeit, um viel darüber nachzudenken. Wir haben momentan sehr viel damit zu tun, das nächste Schuljahr vorzubereiten. Das ist mit eine der arbeitsintensivsten Phasen des Jahres." Bis Ende Juli ist Taferner noch aktiv im Dienst, im August nimmt er den Resturlaub, mit September ist er offiziell in Pension. Und das nach vierzig Jahren in Diensten des Musikums. 1979 begann er parallel zu seinem Studium der Instrumental- und Gesangspädagogik an der Universität Mozarteum als Lehrer für Gitarre und Musikkunde. "Das war damals noch möglich, heute muss man sein Studium bereits abgeschlossen haben, bevor man am Musikum unterrichten darf", so Taferner.

Nachdem er sein Studium abgeschlossen hatte, zog es den Kleinarler wieder zurück in den Pongau. Er unterrichtete an den Musikum-Standorten in St. Johann und den verschiedenen Zweigstellen.

1996 wurde die Stelle als Direktor des Musikums St. Johann ausgeschrieben, er bewarb sich und wurde prompt als Schulleiter bestellt. Das liegt mittlerweile 23 Jahre zurück, in dieser Zeit nahm das Musikum eine rasante Entwicklung. Ein Meilenstein war sicher die Adaptierung des St. Johanner Hauses der Musik als eigener Schulstandort. Auch in Schwarzach, St. Veit, Goldegg, Großarl und Bad Hofgastein wurden akustisch geeignete Schulräume geschaffen.

Das Unterrichtsangebot wurde massiv erweitert, neu hinzugekommen sind unter anderem die Chorleiterausbildung und die Chorbetreuung, neue Ensembles wurden gegründet wie das Jugendblasorchester Gasteinertal, das Jugendblasorchester Großarl, die Schulband, das Schlumpforchester und das Jugendsinfonieorchester St.Johann, die musikalische Früherziehung wurde etabliert und das ganzheitliche Musizieren wurde aus der Taufe gehoben.

Letzteres läuft in Zusammenarbeit mit den St. Johanner Volksschulen und jenen in Hüttschlag und Goldegg. Jüngstes Beispiel dieser Kooperation ist das Singstück "Franziskus", das nun von den Goldegger Volksschülern sehr erfolgreich aufgeführt wurde. Was hat Direktor Taferner in all den Jahren am meisten Freude gemacht? "Wenn ich sehen konnte, mit welcher Freude, Begeisterung und Konzentration die Kinder musiziert und gesungen haben", so Taferner.

Die weniger schönen Momente? "Wenn wir Kinder, die ein Instrument erlernen wollten, auf das nächste oder übernächste Jahr vertrösten mussten, weil wir nicht genug Kapazitäten hatten."

Aufgerufen am 26.08.2019 um 02:34 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/eine-berufliche-laufbahn-ohne-schiefe-toene-geht-zu-ende-73005568

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