Chronik

Eine engagierte Stimme für die Gemeinden

Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher (Stuhlfelden) wurde ins Präsidium des Österreichischen Gemeindebundes gewählt.

Bgm. Sonja Ottenbacher wird von Gemeindebundpräsident Alfred Riedl gratuliert. Bild: Schuller/Gemeindebund SN/sw
Bgm. Sonja Ottenbacher wird von Gemeindebundpräsident Alfred Riedl gratuliert. Bild: Schuller/Gemeindebund

"Es ist schon eine besondere Ehre, wenn man unsere Gemeinden vertreten kann", sagt Sonja Ottenbacher, ÖVP-Bürgermeisterin in Stuhlfelden. Kürzlich wurde sie in Wien ins Präsidium des Österreichischen Gemeindebundes gewählt - zusammen mit Roswitha Glashüttner, Bürgermeisterin in Liezen.

Die beiden Frauen verstärken als Vizepräsidentinnen das Präsidium, das bisher aus Präsident Alfred Riedl und den beiden Vizepräsidenten Hans Hingsamer und Rupert Dworak bestand. Riedl: "Sie sind Vorbilder für andere Bürgermeisterinnen, sich auch in unseren Gremien zu engagieren."

Sonja Ottenbacher ist eine Pionierin in der Kommunalpolitik. 2004 wurde sie erste Bürgermeisterin von Stuhlfelden, ein Jahr darauf Bezirksleiterin der ÖVP-Frauen und Bezirksobfrau der ÖVP Pinzgau. 2007 initiierte sie das erste Bürgermeisterinnentreffen, das seither ein Mal jährlich stattfindet. Seit 2014 ist die 58-Jährige auch Mitglied des Vorstands des Salzburger Gemeindeverbandes.

Die ausgebildete psychiatrische Krankenschwester und Psychotherapeutin kandidierte 1999 in Stuhlfelden für die Gemeinderatswahlen. Die ÖVP gewann damals ein Mandat dazu und so wurde sie auf Anhieb Vizebürgermeisterin. 2004 wurde sie überraschend Bürgermeisterin. Bei den kürzlich erfolgten Bürgermeisterwahlen erhielt sie über 90 Prozent Zustimmung.

Nun freue sie sich darauf, für die Gemeinden mitreden und mitbestimmen zu können, um das Beste für die kommunale Ebene zu erreichen, sagt Ottenbacher. "Es ist unsere Pflicht, verantwortungsbewusst und behutsam mit den Menschen und unseren Gemeinden umzugehen, die uns anvertraut sind."

Den Gemeinden würden vermehrt vom Bund Aufgaben übertragen, der finanzielle Druck daher immer größer. "Es ist unsere Aufgabe, im Kontakt mit den Ministerien hier eine Verbesserung zu erreichen", sagt Ottenbacher. Zudem seien die Anliegen von Gemeinden in den westlichen Bundesländern in vielen Bereichen andere als im Osten Österreichs. "Schon die Infrastruktur schaut oft ganz anders aus."

Im Frühjahr will Ottenbacher ein Treffen der Salzburger Bürgermeister mit Gemeindebundpräsident Riedl arrangieren. "Er ist sehr daran interessiert", sagt die Bürgermeisterin. Und sie freue sich darauf, dabei neue Kolleginnen zu treffen. "Es hat sich ja einiges getan, der weibliche Anteil in der Kommunalpolitik ist in Salzburg größer geworden. Es muss auch selbstverständlicher werden, dass Frauen in den Gemeindestuben vertreten sind."

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