Chronik

Eine Heimat für die Biosphäre

2012 erhielt der Salzburger Lungau von der UNESCO das Prädikat Biosphärenpark. Jetzt wird ein Konzept für ein eigenes, sichtbares Zuhause für den Biosphärenpark erarbeitet.

Im Bild von links: Bürgermeister Herbert Eßl, Biosphärenpark-Manager Markus Schaflechner, Regionalverband-Obmann Manfred Sampl, Josef Fanninger (Geschäftsführer Regionalverband Lungau) und Georg Gappmayer, Sprecher der Bürgermeisterkonferenz.  Bild: Hannes Perner SN/sw
Im Bild von links: Bürgermeister Herbert Eßl, Biosphärenpark-Manager Markus Schaflechner, Regionalverband-Obmann Manfred Sampl, Josef Fanninger (Geschäftsführer Regionalverband Lungau) und Georg Gappmayer, Sprecher der Bürgermeisterkonferenz.  Bild: Hannes Perner

Durch ein eigenes Biosphärenpark-Zentrum soll die Biosphäre noch sichtbarer gemacht werden. Bei der Bürgermeisterkonferenz beim Jagglerhof in Madling verständigten sich die 15 Bürgermeister einstimmig für den möglichen Standort in Mauterndorf. Regionalverband-Obmann Manfred Sampl (ÖVP): "Dieses Projekt wird ein Meilenstein für den Lungau. Im Vergleich bei Umsetzung sicher umfangreicher als das Projekt Schloss Kuenburg in Tamsweg. Erste Schritte werden jetzt die Erstellung eines möglichen Nutzungskonzeptes und die Kostenschätzung sein. Dabei geht es uns auch um eine enge Abstimmung mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Dies ist jetzt entscheidend für die finale Finanzierung."

Der Neuwirtstadel - inmitten zwischen Burg Mauterndorf und dem historischen Ortskern - umfasst eine riesige Kubatur mit einer Nutzfläche von rund 1300 Quadratmetern. Herbert Eßl (ÖVP), Bürgermeister von Mauterndorf: "1000 m22 können bei Umsetzung als Ausstellungsfläche dienen. Die restliche Fläche kann für infrastrukturelle Nutzung und Verwaltung verwendet werden." Zum Vergleich: Die Großsporthalle in Tamsweg hat eine Nutzfläche von 920 m22. "Dieser Standort wäre auch in Kombination mit der Burg Mauterndorf sehr stimmig. Die Burg verzeichnet mittlerweile über 30.000 Zutritte pro Jahr", sagt Eßl.

Manfred Sampl: "Im Ensemble mit der Burg ist der Standort ideal geeignet." Biosphärenpark-Manager Markus Schaflechner: "Ich freue mich, wenn der Biosphärenpark ein Zuhause bekommt. Landwirtschaft hat seit Jahrhunderten eine große Bedeutung im Lungau. Auch die Tradition des Neuwirtstadel geht auf landwirtschaftliche Nutzung zurück." Eine zusätzliche Parkmöglichkeit wurde kürzlich von der Gemeinde Mauterndorf angekauft. Weitere Stellplätze sind im Ort verteilt vorhanden. "Das Bundesdenkmalamt ist um eine Weiternutzung bemüht und will sich maximal einsetzen", sagt Eßl.

Georg Gappmayer, Sprecher der Bürgermeisterkonferenz: "Wir wollen bewusst einen neuen Weg gehen. Es stellte sich die Frage: Wo ist der beste Standort der ideal erreichbar ist? Im Hinblick auf flächensparendes Bauen wird dadurch ein historisches Gebäude wieder revitalisiert." Ähnlich dem Nationalpark-Zentrum in Mittersill könnten dann wechselnde Ausstellungen organisiert werden.

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