Chronik

Eine Reise ins Legoland

Paintball in der Pyramide, Drachenjagd über die Achterbahn und Schlafen im Piratenschiff: Ein Besuch im Legoland Günzburg erfreut das Gemüt, aber man sollte die große Brieftasche eingesteckt haben.

Pharao Tutenchamun, die voll belegte Münchner Allianz-Arena oder eine Giraffe in Lebensgröße - sie alle lassen sich aus Lego bauen. Der Fantasie der Macher im Günzburger Legoland (2:46 Zugstunden entfernt vom Salzburger Hauptbahnhof) sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Und deshalb wächst und wächst es auch beständig.

Neuerdings kommen hier auch Star Wars Fans auf ihre Kosten. Für sie wurden - ganz Minimundus-Style - Szenen aus den Episoden nach gestellt. Die wichtigsten Figuren stehen in voller Größe zum Ablichten bereit. Den Themen Ninjago, Dschungel, Ritterburg, Piraten oder Ägypten sind weitere Welten gewidmet. Überall stoßen die Besucher auf spaßige Fahrgeschäfte, aufwändig gestaltete Legofiguren, Vorführungen und lebensgroße Legomännchen aus Stoff, die zum Knuddeln gerne stehen bleiben.

In einem eigenen Verkehrsgarten können Kinder ab sieben Jahren einen Führerschein machen, für die Kleineren gibt es vis-à-vis die Möglichkeit, ein paar Runden im Legoauto oder -flugzeug zu drehen. Wer über Nacht bleibt, kann in dem brandneuen Hotel Pirateninsel nächtigen, wo die Kinder in einem Boot schlafen und ein Lego-Papagei über dem Nachtkästchen hängt. Andere übernachten in einer Ritterburg oder in Bungalows, die aussehen wie Legohäuschen. Alle paar Meter stehen Spielplätze bereit - ein Paradies für die Racker, die plötzlich nicht mehr an digitale Zerstreuung denken.

Kritisch zu hinterfragen sind die teils langen Wartezeiten vor den Bahnen. Doch der Express-Pass für den schnelleren Zugang schlägt mit bis zu 140 Euro zu Buche (statt der üblichen 32 Euro für die Tageskarte). Damit sind wir bei der Kehrseite der Geschichte: Es ist ein teurer Spaß. Die Qualität des Essens fällt in den dutzenden Lokalen sehr unterschiedlich aus, 76 Euro für eine 4-köpfige Familie im Buffet-Restaurant sind die Realität. Schwer verdaulich ist mitunter auch der hohe Geräuschpegel der vielen Kinder, sei es aus Müdigkeit, Überanstrengung oder weil Papa sein Geldbörsel bei sich behält. Dass das Gebotene Jung und Alt gleichermaßen erfreut, belegt ein Vater, der Zeigefinger und Daumen spreizt, und intensiv auf den bitzelnden Sohn einredet: "Was kann denn bitte ich dafür, dass du um nur so viel zu klein bist und wir jetzt nicht mit dieser Achterbahn fahren dürfen?"

Aufgerufen am 14.11.2018 um 03:21 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/eine-reise-ins-legoland-28290991

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