Chronik

Einkaufen statt demonstrieren - Corona-Protest aus Salzburger Altstadt verlegt

Um den einmaligen Einkaufssonntag nicht zu beeinträchtigen, soll der bereits zur Gewohnheit gewordene "Sonntags-Spaziergang" von Gegnern der Coronamaßnahmen dieses Mal aus der Salzburger Innenstadt verlegt werden. Unterdessen rufen Aktivisten im Pinzgau zu einem Autokorso auf.

„Spaziergänger“ in der Salzburger Altstadt am 21. November. SN/APA/WILDBILD
„Spaziergänger“ in der Salzburger Altstadt am 21. November.

In einem "sehr konsensual geführten Gespräch" zwischen den Anmeldern der Kundgebung und der Polizei habe man sich am Freitag auf eine andere Route geeinigt, sagte Polizeisprecher Hans Wolfgruber.

Während der Marsch üblicherweise unter anderem über die zentral gelegene Staatsbrücke führt, habe man sich dieses Mal auf den Bereich Unipark Nonntal, also etwas südlich der Altstadt, geeinigt. "Ein paar Formalismen sind noch notwendig, aber an sich 'steht' diese Lösung", sagte Wolfgruber.

Vom Unipark ausgehend soll es einen Rundgang durch den Stadtteil Nonntal geben. Neben diesem "Spaziergang" ist für Sonntagmittag auch noch eine Standkundgebung der impfkritischen Partei MFG angemeldet, die laut Wolfgruber auf dem Kapitelplatz stattfinden soll, also etwas abseits der Einkaufsstraßen.

Angeregt hatte die Verlegung nicht zuletzt Salzburgs Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP), der angesichts der zu erwartenden Demonstrationen gegenüber dem ORF von einem "fürchterlichen Signal" gesprochen hatte. Für die Polizei sei es vor allem darum gegangen, Verkehrsbeeinträchtigungen an den neuralgischen Punkten zu vermeiden, die bei der üblichen Route zu erwarten gewesen wären. "Das haben die Veranstalter auch eingesehen." Außerdem hätten sich auch immer Splittergruppen in der Altstadt verteilt, etwa in der Getreidegasse, so Wolfgruber.

Autokorso im Pinzgau

Aktivisten aus der Szene der Coronamaßnahmengegner bzw. der Impfpflichtgegner haben nun im russischen Messengerdienst Telegram zu einem Autokorso im Pinzgau aufgerufen. Dieser soll als "unpolitische Versammlung für Friede & Freiheit" am Sonntag um 13 Uhr in Krimml beziehungsweise Zell am See starten und um 14 Uhr in Mittersill eintreffen. Die "Demo Gruppe Mittersill" hatte bis Freitagnachmittag 610 Mitglieder.

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