Chronik

Einschleichdiebstähle: "Täter suchen Gelegenheiten"

Zuletzt häuften sich Einschleichdiebstähle. Die Polizei mahnt zur Vorsicht.

Norbert M. sperrt die Haustür nun zu, wenn er draußen ist. SN/Andreas Kolarik
Norbert M. sperrt die Haustür nun zu, wenn er draußen ist.

Norbert M. schläft seit mehr als einem Monat unruhig. Mehrmals in der Nacht wacht er auf. "Bei jedem Geräusch zucke ich zusammen", sagt M. Anfang September wurde der Pensionist in seinem Haus in Parsch am helllichten Tag zum Opfer eines Einschleichdiebs.

"Ich habe um neun Uhr in der Früh die Hecke geschnitten. Währenddessen ist einer hinter meinem Rücken ins Haus geschlichen", erinnert sich M. Als er hineinging, weil seine Waschmaschine ihr Reinigungsprogramm abgeschlossen hatte, entdeckte er den Dieb. Dieser stieß ihn zur Seite und flüchtete. Der Täter habe kurz geschorene Haare gehabt und sei auffallend klein gewesen - maximal 1,60 Meter. Auf M. machte er einen abgemagerten Eindruck. "Irgendwie hat er mir sogar leidgetan." Und das, obwohl ihm der Mann rund 500 Euro gestohlen haben dürfte.

Zumindest hat M. seine Lehren gezogen: "Man soll die Gartentür nicht offen lassen, das ist eine Einladung." Seine Türen bleiben nun versperrt, wenn er draußen ist. Der Pensionist meint, der Diebstahl sei in der Umgebung "kein Einzelfall" gewesen. Tatsächlich haben sich in den vergangenen Tagen solche Taten in Stadt und Land Salzburg gehäuft. Zuletzt zeigte eine Hausbewohnerin in Oberalm einen Einschleichdiebstahl an. Sie bemerkte am Mittwochnachmittag, dass eine Münzsammlung und Schmuck fehlten. Am meisten Aufsehen erregte der Übergriff auf eine 87-jährige Frau am Montagnachmittag in Salzburg-Aigen. Der Dieb entdeckte die Frau schlafend auf ihrer Terrasse, als er das Haus wieder verließ. Der Täter riss der Frau drei Ringe von den Fingern und flüchtete.

Von einem Trend zu Einschleichdiebstählen könne trotz der aktuellen Häufung aber nicht die Rede sein, sagt Robert Meikl von der Kriminalprävention der Polizei. "Als Täter werde ich wahrscheinlich durch die Straßen gehen und schauen, wo sich eine Gelegenheit bietet." Meikl rät daher, Türen zu versperren, wenn man nicht im Haus ist oder zum Beispiel im ersten Stock Staub saugt. Immer wieder würden Diebe versuchen, sich mit einem Vorwand Zutritt zu verschaffen, etwa indem sie um ein Glas Wasser oder ein Telefonat bitten. "Das richtet sich häufiger gegen Senioren, weil ältere Leute eher mit der Situation überfordert sind", sagt Meikl.

Quelle: SN

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