Chronik

Elf Verletzte bei Unfall in Lend: 77-Jährige war in Gegenverkehr geraten

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Lend (Bezirk Zell am See) sind am Sonntagnachmittag elf Menschen verletzt worden, darunter zwei schwer. Unter den Verletzten befänden sich auch Kinder, hieß es seitens des Einsatzleiters der Feuerwehr. An dem Unfall waren vier Fahrzeuge beteiligt.

Auch ein belgisches Fahrzeug war an dem Unfall beteiligt. ff Lend SN/ff lend
Auch ein belgisches Fahrzeug war an dem Unfall beteiligt. ff Lend

Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Sonntagnachmittag auf der B 311 bei der Abfahrt Lend. Vier Fahrzeuge waren an dem Zusammenstoß beteiligt, insgesamt elf Personen wurden dabei verletzt, zwei davon schwer. Unfallauslösend war laut Polizei, dass eine 77-jährige Pongauerin mit ihrem Auto aus noch unbekannter Ursache auf der im Unfallbereich vierspurigen Fahrbahn in den Gegenverkehr geraten war und zunächst einen in der Gegenrichtung fahrenden 51-jährigen Fahrzeuglenker touchiert hatte.

Als erste Einsatzkräfte war eine Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Lend am Einsatzort, berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter und Dientens Bürgermeister Klaus Portenkirchner. "Die Kollegen begannen sofort mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen bei den Verletzten. Dabei wurden sie dann rasch vom Roten Kreuz abgelöst." Ein Großaufgebot an Rettungskräften kümmerte sich rasch um die vielen Verletzten. Laut Rot-Kreuz-Sprecherin Roberta Thanner sei es eine "komplexe Einsatzlage" gewesen. "Unsere Kollegen waren sehr gefordert."

Zu Beginn des Einsatzes sei es eine Herausforderung gewesen, die Übersicht zu bekommen, berichtet Klaus Portenkirchner. "Die Unfallstelle war 200 Meter lang. Überall lagen Teile der Autos herum. Die verletzten Personen lagen teilweise in der Wiese neben der Straße. Bis genug Einsatzkräfte des Roten Kreuzes da waren haben wir natürlich alle bei der Ersten Hilfe unterstützt."

Ein Notarzthubschrauber, sechs Rot-Kreuz Fahrzeuge mit gesamt zwei Notärzten und 50 Feuerwehrleute von drei Ortsfeuerwehren waren am Einsatzort beschäftigt. Nach ersten Informationen wurden vier Personen schwer verletzt, bei einer Person sollen auch Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt worden sein. Auch vier kleinere Kinder sollen unter den verletzten Personen gewesen sein. Nach zwei Stunden konnte die Unfallstelle freigegeben werden.

In einem Fahrzeug befand sich auch ein Hund. Das Tier wurde von einer Diensthundestaffel der Polizei übernommen.

Um eine Gefahrenstelle handle es sich dort nicht, sagt Klaus Portenkirchner. "Die Straße ist gut ausgebaut. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass es seit 2015 an dieser Stelle einen Unfall gegeben hätte. Aber die Fahrbahn ist in beiden Richtungen zweispurig, die Geschwindigkeiten sind hoch. Wenn es zu einem Unfall kommt, dann mit schwereren Folgen."

Quelle: Prl

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