Chronik

Engagierte Bürger unterstützen die Polizei

Als geschulte Sicherheitswacht bekommen sie acht Euro pro Stunde. Freilassinger Polizei sucht jetzt Nachwuchs.

Engagierte Bürger unterstützen die Polizei SN/polizei

Während in manchen Salzburger Gemeinden - wie in Wals, - private Sicherheitsleute Streifendienste versehen, geht man in Bayern andere Wege. Seit Jahren rekrutiert die Polizei engagierte Bürger, die nach einer 40-stündigen Schulung im Auftrag der Polizei als Sicherheitswacht im Schnitt 17 Stunden pro Monat im Ort unterwegs sind. "Wir haben damit im März 2014 begonnen und gute Erfahrungen damit gemacht", sagte Polizeioberkommissar Michael Slamecka von der Polizeiinspektion Freilassing. Aktuell sucht die Freilassinger Polizei zu den bestehenden drei Männern und vier Frauen der Sicherheitswacht fünf weitere taugliche Kandidaten.

"Das Mindestalter ist 18 Jahre, das Höchstalter 65 Jahre", erklärte Slamecka. Nach der Schulung würden die Sicherheitswacht-Leute zu Zweit nach vorangegangener Einteilung des dienstführenden Polizeibeamten auf Streife gehen. "Sie haben dieselben Rechte wie jeder Normalbürger, können jedoch Personalien von Personen feststellen und zur Abwehr einer Gefahr einen Platzverweis erteilen", so Slamecka. Ausgerüstet seien die Mitarbeiter mit einem Polizei-Funkgerät, einem Mobiltelefon sowie Pfefferspray. Bei verdächtigen Wahrnehmungen oder im Notfall könne sofort eine Polizeistreife herbeigeholt werden. Erkenntlich sind die Sicherheitswacht-Leute an gelben Armschleifen (siehe Bild) sowie an Aufschriften an Anoraks und Polos sowie einem am Körper mitgeführten Ausweis. Als Aufwandsentschädigung bekommen sie acht Euro pro Stunde, die vom Innenministerium bezahlt werden.

"Mit unserer Sicherheitswacht ist ein intensiverer Kontakt zur Bevölkerung gegeben, mehr Überwachung der öffentlichen Ordnung sowie eine Steigerung des Sicherheitsgefühls. Ein gute Ergänzung zu unserer Polizeiarbeit", betonte Michael Slamecka.

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