Chronik

Engagierter Einsatz für Wanderwege

Sepp Kendler und seine ehrenamtlichen Helfer des Alpenvereins Großarl-Hüttschlag hatten heuer alle Hände voll zu tun.

Brücken wurden aus ihrer Verankerung gerissen, gekippte Bäume und Geröll blockierten die Wandersteige, einige Wegabschnitte wurden vom Regen völlig weggewaschen - die Arbeit für die ehrenamtlichen Helfer des Alpenvereins Großarl-Hüttschlag war heuer enorm.

Die Arbeiten nach den enormen Schäden des vergangenen Winters sind noch immer nicht komplett abgeschlossen. "Der letzte Starkregen hat wieder einige Steige unterspült und alle Markierungen sind auch noch nicht fertig", sagt Sepp Kendler, der Obmann des Alpenvereins Großarl-Hüttschlag.

Der 63-jährige Pensionist ist seit seinem 20. Lebensjahr aktiver Bergsteiger und Mitglied des Alpenvereins und mittlerweile auch im Vorstand des Landesverbandes und dessen Finanzreferent. "Leider wird die Situation von Jahr zu Jahr schwieriger, auch die Materialkosten steigen enorm. Heuer war beispielsweise ein Kilometer am Schöderweg komplett zerstört." Die vielen Lawinen im Winter waren nach dem Starkregen im Oktober verantwortlich für die außergewöhnlich hohen Schäden und teilweise sehr gefährlichen Situationen auf dem rund 50 Kilometer langen Wegenetz, das von den Wegewarten und Helfern des Alpenvereins gepflegt und betreut wird. "Erst Anfang August haben wir den Weg zum Schödersee freigegeben."

Damit Bergsteiger und Wanderer ungehindert wandern können, muss zuvor von den ausschließlich ehrenamtlichen Wegewarten immer kräftig angepackt werden: So werden etwa Markierungen überprüft, die Wege von Steinen und Ästen befreit, Entwässerungsrinnen gereinigt, Geländer, Brücken und Stufen auf ihre Festigkeit überprüft, Sicherungsseile und Abzäunungen kontrolliert und beschädigte Schilder ersetzt.

Die Alpenvereinsmitglieder betreuen dabei ehrenamtlich die hochalpinen Steige und Übergänge im Bereich der Tofern- und Arlscharte, des Murtörls und des Karteis- und Draugsteintörls.

Rund 700 Stunden im Jahr leistet Obmann Kendler für seine Funktion, aber ihm ist wichtiger zu betonen, dass "unsere Wegewarte wie Hubert Kreer, Edi Huttegger und viele andere helfende Hände immer wieder großartige Arbeit leisten."

Stolze 798 Mitgliedern hat der Verein und dem Naturschutz kommt, neben alpiner Aus- und Fortbildung, eine große Bedeutung zu. "Wir wollen die Menschen zum Thema sensibilisieren, was gerade in der heutigen Zeit wichtig ist." Im Verein in Großarl gibt es gut 30 Referenten, die für die Jugendbetreuung zuständig sind oder als Ski- und Hochtourenführer wichtige Präventionsarbeit leisten.


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