Chronik

Engerlingplage: 70 betroffene Bauern erhalten Entschädigung

Die Larven haben 295 Hektar Anbaufläche kaputt gefressen. Besonders betroffen waren Flächen in Strobl, Werfen und Goldegg. Bei fünf Betrieben wurde die gesamte Ernte vernichtet.

Die Larven haben heuer in Salzburg enorme Schäden angerichtet.  SN/sn
Die Larven haben heuer in Salzburg enorme Schäden angerichtet.

Engerlinge, also Larven von Mai- und Junikäfern, haben heuer im Sommer rund 295 Hektar Anbaufläche von 70 Betrieben in Salzburg kaputt gefressen. Bei massenhaftem Auftreten verursachen die Larven Schäden an Wurzeln im Boden. Jetzt gibt es eine Entschädigung für die betroffenen Bauern. "Für die Hauptbetroffenen gibt es Entschädigungen von der Rostock-Stiftung und das Land unterstützt die Bekämpfung", sagt Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). "Knapp 80.000 Euro sind es, die von der Rostock'schen Jungbauernstiftung an jene Landwirte ausbezahlt werden, bei denen mehr als 30 Prozent der Flächen geschädigt sind. Das sind 37 Betriebe mit rund 218 Hektar betroffener Fläche", sagt Schwaiger, der auch Vorsitzender des Stiftungskuratoriums ist. Die Hotspots der betroffenen Flächen liegen in Strobl, gefolgt von Werfen und Goldegg.

Fünf landwirtschaftliche Betriebe habe es besonders arg getroffen: Auf 30 Hektar haben die Engerlinge im Sommer zwischen 90 und 100 Prozent der Ernte vernichtet. "Solche Ausfälle bringen Bauernfamilien in eine enorm schwierige wirtschaftliche Situation. Daher sieht es die Stiftung als Verpflichtung, in Not geratenen Landwirten finanziell unter die Arme zu greifen", sagt der Landesrat.

Voraussetzung für eine Entschädigung durch das Land Salzburg sei, dass wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung durchgeführt werden. Alle 70 betroffenen Betriebe werden unterstützt. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Art der Bekämpfungsmethode und der Hangneigung. "Die Engerlingplage erreicht mittlerweile existenzbedrohende Ausmaße. Ich appelliere an die Landwirte, entsprechende Gegenmaßnahmen zu setzen, auch wenn sie nicht immer unmittelbar Erfolg versprechen. Mittel- und langfristig ist dies die einzige Möglichkeit, dem Problem Herr zu werden und die Existenz für die Futtergrundlage zu sicher."

Quelle: SN

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