Chronik

Er holte sich Gold im Flug

Jonathan Bara wollte eigentlich Pilot werden. Nun springt er aus 1200 Metern Seehöhe aus dem Flieger auf ein Ziel nicht größer als eine 10-Cent-Münze.

Er hatte immer schon ein großes Interesse an der Luftfahrt. Nun sitzt Jonathan Bara (23) beruflich zwar in einem IT-Büro in Salzburg, privat zieht es ihn aber in die Lüfte, wo er aus 1200 Metern Höhe mit dem Fallschirm aus Hubschrauber oder Cessna springt.

Im Internet ist der Luftfahrtbegeisterte junge Mann auf die Fallschirmschule gestoßen. Und im Frühjahr 2019 war es soweit: der erste Sprung. "Ich habe mir das im Kopf sicher tausend Mal durchgespielt", sagt der Obertrumer. Er und seine Kollegen saßen zu viert in einer kleinen Cessna, und dann sprang er aus 1200 Metern Höhe in Niederöblarn aus dem Fluggerät. "Ich hatte gar keine Blockade, ich habe vor lauter Freude laut geschrien." Das passiert auch heute noch oft, fügt der sympathische Sportler hinzu.

"Ich habe mir das im Kopf sicher tausend Mal durchgespielt"

Bei den ersten drei Sprüngen war aus Sicherheitsgründen immer das Funkgerät mit dabei. "Nach 30 Schulungssprüngen erhielt ich die Lizenz." Und dann kam er ins Team des HSV Red Bull Salzburg. Wann immer Zeit ist, packt er seinen Fallschirm zusammen und springt aus dem Flieger. "Jeder Sprung ist anders, das hängt viel von Wetter und Thermik ab", sagt er. "Wenn der Wind recht weht, muss man umso mehr aufpassen und fokussiert sein." Sein 171. Sprung war jener beim Tschechischen Cup in Hradec. Hier war nach der Absage aller Weltcup-Stopps im Fallschirmzielspringen, wie etwa in Thalgau, der erste offizielle Bewerb. Trotz seiner relativ kurzen Sprungkarriere holte Jonathan Bara nach sechs erfolgreichen Durchgängen Gold. Bereits im Vorjahr bekam er ebenfalls in Hradec bei seinem ersten Bewerb die Goldmedaille in der Juniorenwertung.

"Jeder Sprung ist anders. Wenn der Wind stark weht, heißt es, fokussiert zu sein."

"Heuer waren die Wetterverhältnisse sehr wechselhaft und machten das Springen zu einer Herausforderung. Am Samstag war es eher regnerisch und bewölkt, aber am Sonntag, dem Finaltag, hatten wir wieder Glück und viel Sonnenschein." Er trat coronabedingt im eher klein gehaltenen Bewerb gegen 21 Sportler aus vier Nationen an.

Weiter geht es für die Fallschirmspringer am 5. und 6. September mit den österreichischen Staatsmeisterschaften im steirischen Timmersdorf.

Da 2020 die internationalen Bewerbe nur sehr eingeschränkt stattfinden, werden die Salzburger Athleten die Staatsmeisterschaft zum willkommenen Anlass nehmen, um ihre Topform zu beweisen und Titel zu verteidigen. "Heuer habe ich meinen ersten Pokal erhalten und meinen Titel verteidigen können", sagt er. Der Blick zum Pokal auf dem Fernsehkastl motiviert und Baras Ziel ist es, dann ab 25 bei den Profis mitzustarten.

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