Chronik

Er zeigt Schülern einen möglichen Bildungsweg

Zum 4. Mal gab es am Bundesgymnasium eine Bildungsmesse. Aber auch während dem Jahr erfahren Schüler einiges über Ausbildungen.

Professor Horst Seifter ist Bildungsberater am BG Tamsweg. Perner
Professor Horst Seifter ist Bildungsberater am BG Tamsweg.

Einige Schüler kennen vermutlich dieses Problem: "Was soll ich bloß nach der Schule tun?" Damit es erst gar nicht so weit kommt, gibt es am Bundesgymnasium Tamsweg das Bildungsberatungsprogramm 18+. Ab dem zweiten Semester der 7. Klasse läuft es während des Unterrichts. Weiters gibt es Beratungen durch Bildungsberater des Landes Salzburg und der österreichischen Hochschülerschaft. Bildungsberater Horst Seifter: "Es ist mir wichtig, jungen Menschen verschiedene Möglichkeiten zu zweigen, damit sie mit 18 eine möglichst richtige Ausbildungsentscheidung treffen."

1993 hat der Mariapfarrer selbst das Bundesgymnasium in Tamsweg absolviert. "Bei uns gab es damals kaum eine Beratung in der Schule." Das dürfte auch der Grund sein, warum er vorerst mit dem Studium Bauingenieurwesen begonnen hat. "Eigentlich wollte ich mich in Richtung Architektur weiterbilden. Bei einer Bildungsmesse wurde mir aber davon abgeraten." Die Folge: Zwei Jahre Studium umsonst. Danach folgte der Umstieg auf sein Hauptstudium Ökosystemwissenschaften mit Schwerpunkt Raumplanung. Parallel kamen noch Sport, Geographie und Informatik auf Lehramt hinzu. "Mein Studiumwechsel war zwar mit finanziellen Hürden verbunden, aber es hat mich geprägt und für einen Neuanfang motiviert", sagt der 43-Jährige. 2009 kam Horst Seifter als Professor zurück an das Gymnasium in Tamsweg.

Als Bildungsberater hat er 2012 die erste Bildungsmesse direkt in der Schule umgesetzt: "Am Anfang kamen sieben Fachhochschulen und Universitäten zu uns. Mittlerweile sind es 15 Institutionen: Von FH, Uni über AMS, Akzente Salzburg bis hin zum Ausbildungszentrum der Caritas." Im Zwei-Jahresrhythmus organisiert er seither gemeinsam mit Professorin Barbara Grünwald den Bildungstag. "Der Besuch von Bildungsmessen verläuft meist passiv. Durch das Angebot im Haus entstehen konkrete Kontakte und die Hemmschwelle ist geringer."

Direktor Klaus Heitzmann: "Bildungsberatung ist gesetzlich viel stärker in den Fokus gerückt. Unsere Bildungsmesse ist ein Service der Schule und freiwillig. Großer Dank gehört den Organisatoren und den Institutionen, die den Weg in den Lungau aus ganz Österreich auf sich nehmen. Ziel der AHS ist es, den Schülern eine möglichst breit gefächerte Studiermöglichkeit zu vermitteln."

Rund 60 Schüler der 7. und 8. Klasse profitierten heuer von dem Bildungsangebot. Mit 408 Schülern ist das BG Tamsweg die größte Schule im Bezirk. Die Schüler, eingeteilt in 18 Klassen, werden von 42 Lehrern unterrichtet.

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