Chronik

Ermittlungen gegen Betreiberin von Schauhöhle eingestellt

Im August wurden sieben Urlauber in der Lamprechtshöhle bei St. Martin vomHochwasser eingeschlossen.

Ermittlungen gegen Betreiberin von Schauhöhle eingestellt SN/robert ratzer

Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen die Betreiberin der Lamprechtshöhle in St. Martin bei Lofer eingestellt. Nach einem Vorfall am 5. August 2016, bei dem sieben Menschen, darunter zwei Kinder, in der Schauhöhle wegen starker Regenfälle vier Stunden eingeschlossen waren, wurde der Verdacht der fahrlässigen Gemeingefährdung und der fahrlässigen Körperverletzung erhoben.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg Robert Holzleitner nannte am Freitag auf APA-Anfrage folgende Gründe für die Verfahrenseinstellung vom 15. November: Das Tat-Bild der fahrlässigen Gemeingefährdung (Paragraf 177 StGB) sei erst bei einer größeren Anzahl von Personen erfüllt. Auch hinsichtlich einer fahrlässigen Körperverletzung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit sehe man ebenfalls keinen Grund zur weiteren Strafverfolgung, erklärte Holzleitner.

Eine Stellungnahme eines Sachverständigen hat die Betreiberin der Höhle entlastet. Geprüft wurde, ob das in der Höhle installierte Warnsystem ausreichend ist und die Betreiberin die Schauhöhle zu einem früheren Zeitpunkt hätte schließen müssen. Dem Gutachter zufolge war der Vorfall für die Beschuldigte nicht vorhersehbar. "Die Frau hat sich an die Betriebsordnung gehalten. Sie konnte beziehungsweise musste nicht damit rechnen, dass nach Aufleuchten der Warnlampe der Wasserstand in der Höhle so schnell steigt, dass innerhalb kürzester Zeit Teile der Höhle überflutet werden und somit ein Verlassen der Höhle nicht mehr möglich ist", erklärte Holzleitner.

Zwei Personen haben damals laut Staatsanwaltschaft leichte Verletzungen erlitten. Die Urlauber aus Deutschland und den Niederlanden - darunter zwei Kinder - waren am Nachmittag des 5. August nach starken Regenfällen in der Schauhöhle eingeschlossen worden. Das Wasser war im Eingangsbereich plötzlich stark angestiegen. Ein Sechsjähriger hatte noch versucht ins Freie zu gelangen und wurde von den Wassermassen mitgerissen. Er konnte aber mit leichten Abschürfungen von den Helfern geborgen werden. Nachdem der Wasserstand wieder gesunken war, wurden alle Eingeschlossenen von der Wasserrettung befreit. Sie waren laut Angaben des Roten Kreuzes wohlauf, aber leicht unterkühlt.

Da es in der Lamprechtshöhle bei starken Regenfällen in der Vergangenheit bereits mehrfach zu ähnlichen Zwischenfällen kam, ist die Höhle mit einem Frühwarnsystem ausgestattet worden. Dieses schlägt Alarm, wenn der Wasserpegel in der Höhle gefährlich hoch wird. Wie die Betreiberin der Höhle nach dem Ereignis erklärt hatte, hätte das Warnsystem auch am 5. August rechtzeitig reagiert. Bis das Wasser einen gefährlich hohen Pegelstand entwickelt, hätten die Besucher 40 Minuten Zeit zum Höhlenausgang zu gehen. Doch an jenem Tag dürften die Wassermassen für diesen Zeitpolster zu groß gewesen sein.

Quelle: SN

Aufgerufen am 23.09.2018 um 06:55 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/ermittlungen-gegen-betreiberin-von-schauhoehle-eingestellt-873580

Trainieren beginnt am Handy

Trainieren beginnt am Handy

Drei My Gyms öffnen demnächst im Bundesland: in Saalfelden, Obertrum und Eugendorf. Christian Hörl plant weitere Fitnesscenter, in denen vieles digital ist. Wohin geht die Reise des Schwitzens? Am 28. …

Mittersill: Turbine in Ölpipeline erzeugt Strom

Mittersill: Turbine in Ölpipeline erzeugt Strom

Im Pinzgau ist am Freitag ein weltweit einzigartiges Laufkraftwerk offiziell eröffnet worden. Die Transalpine Ölleitung (TAL) nutzt die Gefällestrecke der Rohöl-Pipeline zwischen dem Felbertauern und …

Verkehrsmisere in Bruck

Verkehrsmisere in Bruck

Immens gefährlich sei es in der Kapruner- und Krößenbachstraße, berichten Anrainer. Ende August berichteten die Pinzgauer Nachrichten über das Nadelöhr in der Kaprunerstraße. Sie ist seit Längerem eine …

Schlagzeilen