Chronik

Erschöpfter Bergsteiger aus Tiefschnee in Bad Gastein geborgen

Der 46-jährige Bergsteiger war bei tief winterlichen Verhältnissen in Bergnot geraten und setzte einen Notruf ab.

Ein Bergsteiger hat am Dienstag die winterlichen Verhältnisse mit mehr als 30 Zentimetern Neuschnee im Hochgebirge unterschätzt. Der 46-Jährige wollte in Bad Gastein vom Niedersachsenhaus über einen Grat auf das Schareck (3123 Meter Seehöhe) steigen und setzte schließlich einen Notruf ab, weil er nicht mehr weiter konnte. Er wurde von der Bergrettung geborgen.

Der Alpinist hat laut Polizei nach zwei Stunden Gehzeit seine aussichtslose Lage eingesehen. Der Steig in der Goldberggruppe war laut dem Bezirksleiter der Bergrettung im Pongau, Gerhard Kremser, von rund 30 Zentimetern Schnee bedeckt und teilweise vereist. "Bei einer Steilstufe auf etwa 2800 Metern Seehöhe konnte er dann im Tiefschnee nicht mehr weiter", so Roland Pfund, Einsatz- und Ortsstellenleiter der Bergrettung Bad Gastein. Der bereits erschöpfte Bergsteiger befand sich unterhalb des Neunerkogels, als er die Einsatzkräfte alarmierte.

Wegen des böigen Windes konnte der Polizeihubschrauber "Libelle" nicht zu dem in Bergnot geratenen Mann fliegen. Der Helikopter setzte drei Bergretter bis etwa 100 Höhenmeter unterhalb des Niedersachsenhauses ab. Die Mannschaft stieg dann zu Fuß zu dem unverletzten Deutschen auf. Er wurde von ihnen zurück zum Niedersachsenhaus gebracht und konnte dann selbst ins Tal absteigen.

Am Nachmittag kam es zu einem weiteren Einsatz in Bad Gastein. Zwei Bergsteigerinnen waren am Graukogel vom Lemmersteig abgekommen. Sie verloren in unwegsamem Gelände die Orientierung. Die unverletzt gebliebenen Frauen wurden gegen 17.20 Uhr von der Besatzung eines Polizeihubschraubers lokalisiert, an Bord genommen und ins Tal geflogen.

Quelle: SN, Apa

Aufgerufen am 21.09.2020 um 04:03 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/erschoepfter-bergsteiger-aus-tiefschnee-in-bad-gastein-geborgen-76033843

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