Chronik

Erschwernisprämie und neue Dienstpläne: Paket für Obuslenker geschnürt

Vier Tage fahren, zwei Tage frei, vier Tage fahren, einen Tag frei: Mit fixen Dienstplänen, besseren Umläufen im Fahrbetrieb und einer zusätzlichen Pauschale will die Salzburg AG die Bedingungen bei den 270 Obuslenkern verbessern.

Symbolbild. SN/robert ratzer
Symbolbild.

Die Salzburg AG hat gemeinsam mit dem Betriebsrat Verbesserungen für die Arbeitsbedingungen der Obuslenker beschlossen. So wurden die Dienstpläne jetzt überarbeitet. "Grundsätzlich wird der Turnus zukünftig nach dem Schema 4-2-4-1 gestaltet. Auf vier Tage Arbeit folgen zwei Ruhetage und wieder vier Tage Dienst. Im Anschluss hat man mindestens einen Tag frei. Zusätzlich werden Verfügungsdienste und Reservepersonal für etwaige Ausfälle eingeplant", sagt Vorstandssprecher Leo Schitter. Mit diesem Paket soll die Planbarkeit und Regelmäßigkeit der freien Tage verbessert werden. Auch die Urlaubsplanung soll besser geregelt werden.

Was einzelne Linien betrifft, die besonders eng getaktet sind, werden nun zusätzliche Busse eingesetzt, damit die Obuslenkerinnen und Obuslenker bei der "Wendezeit" am Ende einer Linie längere Pausen haben. Obuslenker hatten etwa stets kritisiert, dass sie auf der Linie 1 nicht einmal Zeit für eine WC-Pause hätten. Die Salzburg AG will jetzt zusätzliche Busse einsetzen. Auf der Linie 1 werden vier Vollzeitkräfte mehr eingesetzt, sagt Vorstandssprecher Schitter. Diese "optimierte Umlaufgestaltung" soll die Erholungsphasen steigern. Durch den Einsatz von zusätzlichen Obussen erhöht sich die Wendezeit und so sind längere Pausen während des Dienstes möglich.

Erschwernisprämie pro geleistetem Dienst

Für jene Obuslenker, die alle Prüfungen extern und intern erfolgreich abgelegt haben, gibt es zukünftig eine Pauschale der Funktionszulage. Darüber hinaus soll jeder "alleinfahrfähige Busfahrer" pro Dienstantritt eine "Erschwernisprämie" pro tatsächlich geleistetem Dienst erhalten. Schitter: "Das ist es uns auch wert. Da geht es um die Wertigkeit der Obuslenkerinnen und Obuslenker. Daher dieser Pauschalbetrag, der monatlich hinzukommt."

Reparatur läuft auf Hochbetrieb

Was die Reparatur etlicher ausgefallener Obusse betrifft, sei alles im Laufen, sagt Schitter. Bis vor Weihnachten sollen 101 Obusse einsatzbereit sein. Die Reparatur der Obusse finde deshalb auf bis zu neun Reparaturlinien statt. Alle Wartungsarbeiten, die im Jahr 2019 planmäßig anfallen, würden vorgezogen.

Kommende Woche sollen dann 15 neue Obusse bestellt werden - das Vergabeverfahren ist noch nicht ganz abgeschlossen. Kommende Woche wird auch ein interner Prüfbericht zum Verkehrsbereich erwartet.

Quelle: SN

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