Chronik

Erstmals über 1,5 Millionen Nächtigungen

Ihren 20. Geburtstag feiert heuer die Ferienregion Salzburger Lungau. Das geschärfte Profil der Region trifft bei Urlaubsgästen ins Schwarze.

Vor allem Familien und Aktivurlauber entscheiden sich immer mehr für den Lungau.  Ferienregion
Vor allem Familien und Aktivurlauber entscheiden sich immer mehr für den Lungau. 

Leicht hat man es als Touristiker nicht. Es allen recht zu machen: unmöglich. Dennoch legt man sich bei der Ferienregion Lungau seit 20 Jahren ordentlich ins Zeug, die Region bestmöglich nach außen zu präsentieren.

Steigende Zahlen bei Nächtigungen und Ankünften bestätigen den erfolgreichen Weg: "Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in der Region. Der Lungau hat noch Potenzial nach oben", sagt Ferienregion-Geschäftsführerin Madeleine Pritz.

In Zahlen bedeutet die Entwicklung ein Plus von 13,56 Prozent der Nächtigungen seit dem Tourismusjahr 2011/12. Im Tourismusjahr 2017/18 verzeichnete der Lungau mit Ober- tauern 1.506.241 Nächtigungen und knackte somit erstmals die 1,5-Millionen-Marke.

"Die Nächtigungen sind gestiegen, obwohl die Aufenthalte kürzer wurden. Wir liegen mit den Werten Natürlichkeit, Ursprünglichkeit und persönliche Gastlichkeit am Puls der Zeit. Der Gast sucht Rückzugsorte und will sich bewusst Zeit für sich und seine Familie nehmen", sagt die 33-Jährige.

Darauf zielt auch die Kampagne "Echt.Sein". Acht Partnerbetriebe zeichnen sich darin mit Alleinstellungsmerkmalen aus.

353.257 Ankünfte waren es von 1. November 2017 bis 31. Oktober 2018. Im Vergleich zum Tourismusjahr 2012/13 (282.583) eine Steigerung von 25,01 Prozent.

2019 wird der Fokus verstärkt auf Online-Werbung und Storytelling gesetzt: "Wir wollen Geschichten aus dem Lungau erzählen und Menschen sowie Produkte vor den Vorhang holen." Aus Österreich und Deutschland kommen nach wie vor die meisten Urlaubsgäste in den Lungau. In Kooperation mit der Salzburg Land Tourismus GmbH wird im Sommer der bayerische Raum mittels Radiowerbung beworben. "Im Winter 2019/20 wird dann der tschechische Markt stärker forciert."

Auf einem Erfolgsweg ist auch die Vorteilskarte "Lungau Card". Über 350 Hotel- und Gastronomiebetriebe geben die Karte mittlerweile an ihre Gäste aus. 67 Partnerbetriebe vom Museum bis hin zu den Bergbahnen sind dabei.

Seit dem Frühjahr ist in der Lungauer Tourismuslandschaft ein Umstrukturierungsprozess in Gang. "Es geht um Aufgabenoptimierung im Lungauer Tourismus. Alle 15 Orte sind dabei. Nach 20 Jahren ist es an der Zeit, über Strukturen in der Region nachzudenken. Ziel ist es, die Marke Salzburger Lungau gemeinsam hinauszutragen und zu stärken", sagt Pritz.

Das Budget für 2019 beträgt rund 850.000 Euro. Aufgestellt wird es aus den Beiträgen der Mitglieder - Tourismusverbände und Gemeinden - sowie mit Förderungen. Rund ein Drittel davon bleibt rein für Werbemaßnahmen übrig. Der Rest wird für infrastrukturelle Maßnahmen wie das Mountainbike-Wegenetz, Beteiligungen bei Werbemaßnahmen der SLT sowie für Personal aufgewendet.

Fünf Vollzeitbeschäftigte und eine Teilzeitkraft sorgen dafür, dass alle Werbekanäle bestmöglich bedient werden. "Wir sind auf einem guten Weg. Der Lungau steht Sommer und Winter nach wie vor für Familien- und Aktivurlaub", sagt Madeleine Pritz.

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