Chronik

"Es grenzt an ein Wunder": "Teddy" tauchte nach drei Wochen abgemagert wieder auf

Am 16. Februar war der Mischlingsrüde bei einer Skitour verschwunden. Trotz intensiver Suche konnte "Teddy" nicht gefunden werden. Jetzt gab es ein Happy-End: "Teddy" tauchte wieder auf - abgemagert, aber unverletzt. "Es grenz an ein Wunder", heißt es bei der Bergwacht.

Der seit drei Wochen vermisste zweijährige Mischlingsrüde "Teddy" ist am Samstagvormittag abgemagert, aber unverletzt wieder aufgetaucht - in Weißbach an der Alpenstraße (Bayern). Er war am 16. Februar bei einer Schneeschuhtour aufs Ristfeuchthorn - noch unterhalb der Sellarnalm - samt Laufleine verschwunden. Die Reichenhaller Bergwacht, die 48-jährige Besitzerin Tina und viele private Helfer suchten tagelang nach dem Hund, konnten ihn aber nicht mehr finden.

Zeuge meldete: "Der Hund liegt bei mir im Vorgarten"

In der Nacht auf Samstag wurde der Reichenhaller Bergwacht gemeldet, dass der Hund gegen 21 Uhr am Gletschergarten zwischen Weißbach und Inzell gesehen worden sei. Die Besitzerin machte sich am Samstagmorgen auf den Weg nach Weißbach an der Alpenstraße. Ein Anwohner am nördlichen Ortsende von Weißbach meldete sich und teilte ihr mit, dass der Hund bei ihm im Vorgarten liege.

"Wir bedanken uns bei allen Einsatzkräften und Helfern"

Die Besitzerin war seit dem Verschwinden nahezu täglich nach Weißbach und zum Ristfeuchthorn gefahren, um weiter zu suchen und hatte trotz der großen Unterstützung durch Anwohner und Bergsteiger vor wenigen Tagen endgültig die Hoffnung aufgegeben. Umso größer war die Freude, als der Hund wie durch ein Wunder die drei Wochen unverletzt überstanden hatte: "Wir bedanken uns herzlich bei allen Einsatzkräften und Helfern, die uns so intensiv bei der Suche unterstützt und Beistand geleistet haben!" Der Tierarzt konnte keine Verletzungen feststellen. "Teddy" ist nur etwas abgemagert und hat rund drei Kilogramm verloren.

"Teddy" ist ein geretteter Straßenhund aus Rumänien

Der zweijährige Mischling ist ein aus Rumänien geretteter Straßenhund und kann nach dem Abenteuer am Ristfeuchthorn erneut seinen zweiten Geburtstag feiern. "Es ist ein Phänomen und grenzt an ein Wunder, wie das Tier es geschafft hat, die kalten und oft niederschlagsreichen Tage am Berg so lange zu überstehen und wie er genug Nahrung finden konnte", betont Stefan Strecker, Reichenhaller Bergwacht-Bereitschaftsleiter und Leiter der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau. "Teddy" war kurioserweise wohl instinktiv in die richtige Richtung entlang der Alpenstraße (B305) in Richtung seiner Besitzerin im Landkreis Traunstein gelaufen.

Quelle: SN

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