Chronik

Euthanasie-Mahnmal: 25 Jahre Gedenken in Salzburg

Gedenkfeier im Salzburger Kurpark: Seit einem Vierteljahrhundert befindet sich dort das Euthansaie-Mahnmal. 2014 wurde es zerstört, danach neu gebaut.

"Gerade die jüngsten Ereignisse rund um öffentliche Leugnungen der Vernichtungsmaschinerie der Nazis machen deutlich, wie wichtig Erinnerungsarbeit und Gedenkkultur ist - und weiterhin bleibt", sagte Landesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) am Freitag bei der Gedenkfeier "25 Jahre Euthanasie-Mahnmal" im Marmorsaal im Schloss Mirabell. Mit dabei waren Bürgermeister Heinz Schaden, Künstler und Gestalter des Mahnmals Otto Saxinger sowie der Halleiner Vizebürgermeister Walter Reschreiter.

Mahnmal 2014 zerstört

Vor 25 Jahren wurde im Kurpark in unmittelbarer Nähe zum Schloss Mirabell in Salzburg das NS-Euthanasie-Mahnmal auf Reschreiters Initiative enthüllt. Seither findet vor Ort jährlich eine Gedenkfeier statt. 2014 wurde das Mahnmal durch rechtsradikalen Vandalismus zerstört. Beim Wiederaufbau wurde es mit einem Granitfundament versehen, in das die Namen der Opfer graviert wurden.
Hintergrund des Mahnmals: Während der Nazi-Diktatur wurden in "Heilanstalten" Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen, alkoholkranke Menschen oder "unbequeme Menschen" zunächst ab 1933 unfruchtbar gemacht und später, ab 1940, systematisch ermordet.
"Wir dürfen nicht schweigen, denn wenn wir schweigen, vergessen wir. Und es ist unsere Verantwortung, die Geschichten der vielen Opfer aus Salzburg, mit und ohne Behinderungen, lebendig zu halten, uns zu erinnern", sagte Schellhorn.

Quelle: SN

Aufgerufen am 20.09.2018 um 10:48 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/euthanasie-mahnmal-25-jahre-gedenken-in-salzburg-916129

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