Chronik

Evakuierung: Hunderte Menschen aus Schaubergwerk Hallein geholt

Wegen erhöhter Kohlendioxid-Werte musste das Schaubergwerk am Dürrnberg evakuiert werden.

Im vergangenen Oktober simulierten Einsatzkräfte noch die Evakuierung des Schaubergwerks am Halleiner Dürrnberg - am Donnerstagnachmittag wurde aus der Übung bitterer Ernst. Zwei Besucher hatten über Übelkeit und Erbrechen geklagt. Mitarbeiter des Bergwerks hatten darauf Messungen durchgeführt. Wegen des Verdachts auf Kohlendioxidaustritt mussten sämtliche Besucher die unterirdischen Stollen verlassen.

Kurz nach 14 Uhr ging beim Roten Kreuz Alarm ein. 486 Besucher wurden binnen kürzester Zeit aus dem Bergwerk gebracht. "Die Evakuierung hat hervorragend funktioniert, ganz ohne Hektik und Stress", sagt Peter Dioszeghi, Einsatzleiter vom Roten Kreuz Hallein. Mitglieder der Grubenwehr wiesen die Besucher zum Verlassen des Bergwerks auf. Innerhalb von 20 bis 30 Minuten sei die Evakuierung abgeschlossen gewesen.

Nasskaltes Wetter mögliche Ursache

Die Einsatzkräfte brachte einen 15-Jährigen zur Kontrolle ins Salzburger Landeskrankenhaus, alle anderen Personen blieben unverletzt. "Gott sei Dank war alles nicht so schlimm", erklärte Dioszeghi. Die Evakuierung war eine reine Vorsichtsmaßnahme. "Sicher ist sicher." Nach der Räumung des Bergwerks untersuchte das Rote Kreuz noch den ein oder anderen Besucher auf Übelkeit.

Die Ursache für die gestiegenen Kohlendioxidwerte dürfte das aktuell nasskalte Wetter sein. Die Außentemperatur war am Donnerstag mit zehn bis zwölf Grad etwa gleich kalt wie im Bergwerk. Dadurch dürfte die natürlich Durchlüftung in den Stollen nicht wirklich geklappt haben. "Im August ist es für gewöhnlich nicht so kalt, wir haben aber immer so viele Besucher wie heute", sagt Geschäftsführer Kurt Thomanek. Mehr als 200.000 Besucher kommen jährlich in das Schaubergwerk am Halleiner Dürrnberg.

Die Stollen blieb am Donnerstag geschlossen. Ob man am Freitag wieder öffnet, will Thomanek in den frühen Morgenstunden entscheiden: "Wir führen laufend Wettermessungen durch. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wir aufsperren."

Vor den Kassen des Bergwerks bildeten sich am Donnerstagnachmittag lange Schlangen. Etliche Besucher, die ihre Tour im Berg vorzeitig abbrechen mussten, wollten ihr Geld zurück. Die betreffenden Personen bekamen entweder einen Gutschein für den Besuch an einem anderen Tag ausgehändigt oder ihr Eintrittsgeld retour.

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