Chronik

Experten warnen vor Tierseuchen in der Urlaubszeit

Passend zur Ferienzeit weisen Fachleute des Landes darauf hin, dass Fleisch- und Milchprodukte sowie Jagdtrophäen aus Nicht-EU-Ländern nicht eingeführt werden dürfen.

Experten warnen vor Tierseuchen in der Urlaubszeit SN/robert ratzer
Eingeschleppte Seuchen können massive Folgen für die Rinder- und Fleischwirtschaft haben.

Wer gerne internationale kulinarische Spezialitäten genießt, soll das lieber an Ort und Stelle tun. Denn das Mitbringen von Fleisch und Milch sowie daraus hergestellte Erzeugnisse oder Jagdtrophäen wie beispielsweise Wildschweinfelle aus Nicht-EU-Ländern ist verboten. Der Grund: Es besteht die Gefahr, Tierseuchen einzuschleppen. Darauf weisen Fachleute des Landes hin.

"Außerhalb Europas, aber auch in südosteuropäischen Staaten gibt es immer noch Ausbrüche klassischer Tierseuchen, die in Österreich lang nicht mehr aufgetreten sind", erklärt Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). Als Beispiele nennt er die Afrikanische Schweinepest, die sich immer weiter Richtung Westen ausbreite, oder auch die "Lumpy Skin Disease". Diese in Europa unbekannte Tierseuche, auch Hautknotenkrankheit genannt, hätte massive Folgen für die Rinder- und Fleischwirtschaft. Die Krankheit ist in den vergangenen Monaten in südosteuropäischen Staaten bereits aufgetreten.

Viren können auch in geräuchertem Fleisch überleben

Auch die Afrikanische Schweinepest könnte sich rasch länderübergreifend ausbreiten und zu hohen Tierverlusten führen. "Falls die Krankheit ausbricht, muss die Tötung ganzer Bestände angeordnet werden. Neben dem Leid für die Tiere stellt dies auch einen katastrophalen wirtschaftlichen Schaden für die Landwirtschaft dar", warnt Landesveterinärdirektor Josef Schöchl. Das Virus, das die Afrikanische Schweinepest auslöst, könne auch in gefrorenem, gepökeltem oder geräuchertem Fleisch und Wurstwaren überleben und außerdem über Jagdtrophäen eingeschleppt werden.

Reisende sollten weiters darauf achten, Speisereste, vor allem Wurstreste, auf Parkplätzen an Autobahnen oder Fernstraßen nicht einfach wegzuwerfen, sondern in geschlossene Müllbehälter zu geben.

Quelle: SN

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