Chronik

Fachhochschulen und Privatunis boomen in Salzburg

Für 21.000 Studenten hat das Semester in Salzburg wieder begonnen. Den größten Zulauf gibt es im Fünf-Jahres-Vergleich bei den FHs und den privaten Unis.

Das Wintersemester hat mit dieser Woche für alle Studenten begonnen. Die Landesstatistik hat die aktuellen Daten zu den Studentenzahlen in Salzburg erhoben. Mehr als 4000 Studentinnen und Studenten inskribierten heuer erstmals an einer öffentlichen oder privaten Universität bzw. Hochschule. Neben der Uni Salzburg und dem Mozarteum gibt es in Salzburg noch die Pädagogische Hochschule, die Fachhochschule sowie zwei Privatuniversitäten. Im Wintersemester 2015/16 waren insgesamt 21.405 ordentliche Studierende gemeldet.

Großer Zulauf an Fachhochschulen

Während die Uni Salzburg im Vergleich zu vor fünf Jahren (Wintersemester 2010/11) einen Rückgang von 300 Studierenden bzw. 1,9 Prozent zählt, ist die Entwicklung an der Uni Mozarteum gegenteilig. Dort zählt man heuer 1510 Studierende und damit um knapp vier Prozent mehr als vor fünf Jahren. Die Fachhochschulen haben noch viel größeren Zulauf. Dort hat sich die Zahl der Studierenden um 25 Prozent erhöht. Mittlerweile gibt es 2766 FH-Studenten im Bundesland Salzburg. Bei der Pädagogischen Hochschule (früher Pädagogische Akademie) hat sich die Zahl der Studierenden von 766 auf 882 Lehramtsstudierende um 15 Prozent erhöht, berichtet die Landesstatistik.

Privatunis legen ordentlich zu

An den Privatuniversitäten sind ebenfalls markante Zuwächse zu verzeichnen: Während im Studienjahr 2010/11 an der Privatuniversität Schloss Seeburg lediglich 137 ordentliche Studierende inskribiert waren, waren es mit 500 im Studienjahr 2015/16 beinahe vier Mal so viele. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität konnte die Studentenanzahl von 491 auf 1003 mehr als verdoppeln.

Mehr weibliche als männliche Studierende

An der Universität Salzburg sind mit 9112 der 14.744 Inskribierten 61,8 Prozent weiblich, am Mozarteum liegt der Frauenanteil mit 60,7 Prozent nur knapp darunter. Besonders hoch ist der Frauenanteil an der Pädagogischen Hochschule mit 81,5 Prozent, besonders gering ist er an der Fachhochschule, wo er lediglich 47,9 Prozent ausmacht. Auch an der Privatuniversität Schloss Seeburg studierten weniger Frauen als Männer (49,6 Prozent), an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität waren hingegeben beinahe drei Viertel (73,8 Prozent) der Studierenden weiblich.

Ein Drittel Nicht-Österreicher

Von den 14.744 ordentlichen Studierenden an der Universität Salzburg waren im vergangenen Wintersemester 4694 (31,8 Prozent) keine österreichischen Staatsbürgerinnen oder Staatsbürger, am Mozarteum waren es 58,8 Prozent. Vergleichsweise gering war der Anteil der ausländischen Studierenden an der Pädagogischen Hochschule: Nur etwa jede bzw. jeder Achte (12,8 Prozent) hatte keinen österreichischen Pass, an der Fachhochschule war es etwa jede bzw. jeder Vierte (26 Prozent). Am geringsten ist der Anteil der Nicht-Österreicherinnen und Nicht-Österreicher an der Privatuniversität Schloss Seeburg (10,8 Prozent). An der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität lag der Ausländeranteil bei 27,8 Prozent.

Von den 16.254 Studierenden an Salzburgs öffentlichen Hochschulen (damit sind die Universität Salzburg und das Mozarteum gemeint) kamen 4865 (29,9 Prozent) aus dem Ausland.

Salzburger zieht es nach Wien, Graz und Innsbruck

Wie zu erwarten, studierte die Mehrheit der Salzburger Studenten in ihrem Herkunftsbundesland Salzburg, konkret waren es 54,2 Prozent an der Universität Salzburg und 2,3 Prozent am Mozarteum. Den zweiten Platz mit 16,5 Prozent belegte Wien mit den verschiedenen universitären Einrichtungen, gefolgt von Graz mit 12,6 Prozent und Innsbruck mit 9,6 Prozent.

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.12.2018 um 10:50 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/fachhochschulen-und-privatunis-boomen-in-salzburg-1006876

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