Chronik

Fast alle Gemeinden suchen nach Kontakten

Hunderte Gemeindemitarbeiter helfen dem Land beim "Contact Tracing" nach Coronafällen.

Die stark gestiegene Zahl positiv auf Corona getesteter Salzburger hat das Land zu einem Hilferuf an die Gemeinden veranlasst - und dieser wurde auch erhört. Mehr als 100 Gemeinden hatten bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe ihre Unterstützung beim Ausfindigmachen der Kontakte von an Covid-19 Erkrankten bereits zugesagt. Zahlreiche Schulungen wurden bereits in der vergangenen Woche absolviert.

"In der größten Krise seit dem 2. Weltkrieg helfen wir zusammen." Martin Promok, Bgm. Annaberg-Lungötz

Auch zehn der 13 Gemeinden im Tennengau waren am vergangenen Freitag bereits beim Contact Tracing mit dabei. Eine davon ist Annaberg-Lungötz. "Wir haben bereits vor knapp zwei Wochen gemeldet, dass wir gerne mitmachen. Es handelt sich immerhin um die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, da heißt es zusammenhelfen", sagt Bürgermeister Martin Promok (SPÖ). Er ließ sich vergangene Woche zusammen mit Gemeindemitarbeitern an der BH Hallein einschulen. "Die Schulung war perfekt. Nur die Vorbereitung durch das Land war etwas mager. Das hat schon sehr nach einer Ho-Ruck-Aktion ausgesehen", so Promok.

Das gemeinsame Ziel von Land und Gemeinden: Positiv Getestete und deren Kontakte informieren und absondern, um die Infektionsketten möglichst rasch zu unterbrechen und das Coronavirus einzudämmen. "Wir befinden uns derzeit wieder an einer Weggabelung. Es muss uns nachhaltig gelingen, die Infektionszahlen wieder nach unten zu bringen", sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Auch 40 Soldaten helfen mit

Rund 40 Soldaten des Österreichischen Bundesheeres, 30 neue Vertragsbedienstete des Landes, vermittelt vom Arbeitsmarktservice, und insgesamt über 60 Mitarbeiter aus dem Amt der Landesregierung arbeiteten schon vor dem Hilferuf an die Gemeinden fast rund um die Uhr, um Kontakte zu erheben und schnellstmöglich die Infektionsketten zu unterbrechen.

Von den SPÖ-geführten Orten des Bundeslandes wurde das Entgegenkommen der Gemeinden dem Land gegenüber öffentlichkeitswirksam in den sozialen Medien verkündet. Unter dem Leitspruch: "Für uns selbstverständlich: Alle SPÖ-Gemeinden helfen beim Contact Tracing mit", wurde auf Facebook eine Collage mit den Gesichtern sämtlicher SPÖ-Bürgermeister des Landes gepostet. Die Reaktionen reichten von "Sehr brav!" bis "In Zeiten wie diesen soll's wurscht sein ob Rot, Schwarz, Grün, Blau oder sonst was ...".

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