Chronik

Feinstaub aus Osteuropa verursachte schlechte Luft

Der Ferntransport von Feinstaub aus östlichen Nachbarstaaten sorgt auch in Salzburg für erhöhte Feinstaubwerte. Das ist eines der wichtigsten Erkenntnisse der Luftgütemessungen im Oktober.

Feinstaub aus Kraftwerken sorgt oft für schlechte Luft (Symbolfoto). SN/land salzburg/neumayr
Feinstaub aus Kraftwerken sorgt oft für schlechte Luft (Symbolfoto).

Insgesamt kann das Land Salzburg aber eine relativ positive Bilanz ziehen. "Es freut mich, dass wir auch im Bereich der Luftgüte in Salzburg auf einem guten Weg sind. Die Analysen unserer Experten zeigen jedoch, dass Luftschadstoffe keine Grenzen kennen. Unser Ziel ist es, die einzelnen Grenzwerte von Luftschadstoffen einzuhalten und eine gute Luftqualität für alle sicherzustellen. Das sind grundlegende Faktoren für unsere Gesundheit und Lebensqualität", sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (Grüne).

Der Sommerurlaubsreiseverkehr wirkte sich erheblich auf die Stickstoffdioxidwerte entlang der Tauernautobahn (A 10) aus. "Während an allen anderen verkehrsnahen Messstellen des Landes aufgrund der günstigeren Ausbreitungsbedingungen im Sommer ein deutlicher Rückgang von mehr als 20 Prozent registriert wurde, gab es an der Messstelle Hallein A 10 lediglich einen Rückgang von vier Prozent gegenüber den Monaten mit geringerem Urlauberreiseverkehr, also Oktober bis Mai", erklärt Alexander Kranabetter vom Luftgütemessnetz Salzburg.
Im Oktober selbst wurden landesweit die niedrigsten Oktobermittelwerte von Stickstoffdioxid seit dem Jahr 2000 gemessen. "Einerseits waren die meteorologischen Verhältnisse im Oktober recht günstig und andererseits scheint der technische Fortschritt bei der Abgasreinigung schön langsam zu wirken", so Kranabetter.
Mit kälteren Temperaturen beginnt aber auch wieder die Feinstaubsaison. Am 19. und 20. Oktober wurde mit Feinstaub angereicherte Luft, die aus Kohlekraftwerken aus Polen und Tschechien stammt, nach Salzburg verfrachtet und hat die Feinstaubbelastung sogar an der ländlichen Messstelle Haunsberg stark ansteigen lassen. An insgesamt drei Messstellen wurde der Tagesgrenzwert für Feinstaub während dieser Fernverfrachtung überschritten.
Meteorologisch gesehen war es im ganzen Land Salzburg zu warm. Die Lufttemperaturen lagen 0,7 Grad bis 2,3 Grad Celsius über den Mittelwerten des Vergleichszeitraumes 1981 bis 2010. Die Niederschlagsmengen waren unterschiedlich verteilt, die relativen Niederschlagsmengen reichten von 67 Prozent an der Messstelle Salzburg-Freisaal bis zu 196 Prozent an jener in Rauris. Es wurden neun bis 13 Tage mit Niederschlag aufgezeichnet. Die Sonnenstunden erreichten 94 bis 129 Prozent der langjährigen Klimamittelwerte.

Quelle: SN

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